7. Dezember – die sieben

Eine Woche hat sieben Tage – so steht die sieben für etwas „Volles“ oder „Vollendetes“. Aber auch im Märchen begegnet uns die sieben – dort sogar sehr häufig: Schneewittchen und die sieben Zwerge, der Wolf und die sieben Geißlein und schließlich das tapfere Schneiderlein, das sieben (Fliegen) auf einen Streich erlegt. Wer würde da an der positiven Seite der Zahl sieben zweifeln?

Auf der anderen Seite stehen die „sieben Todsünden“ – ein Konzept, das auf den ersten Blick sehr alt, ja geradezu veraltet erscheint. Aber führt der Essay nicht gerade sehr richtig an, daß wir uns auch heute mit unseren Schwächen und unschönen Seiten auseinandersetzen müssen? Können wir wirklich Verantwortung übernehmen, wenn wir unsere Fehler, Laster und schlechten Seiten ausblenden? Ist es nicht vor allem eine Frage der (schlechten) Haltung, wenn wir an anderen immer schnell die Fehler und Laster sehen und bei uns selber gar nicht so genau hinschauen?

Und was ist mit der Geschichte von Anna 1 und Anna 2? Sind das wirklich „Die sieben Todsünden“ oder erkennen wir uns in vielen Gedanken und Reaktionen nicht auch wieder?

Marc Aurel warnt uns im dritten Buch seiner Selbstbetrachtungen im siebten Spruch davor unser Wort zu brechen, unsere Ehre zu verlieren, zu hassen oder zu verdächtigen. Etwas anders formuliert und schon klingt der zugrundeliegende Gedanke viel moderner und sehr aktuell.

Ja, vieles ist eine Frage der Einstellung und das kommt auch in dem Kapitel für Woche sieben aus dem Buch „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron zum Ausdruck. Können wir unserer inneren Kreativität folgen oder ist die Stimme des Zensors beziehungsweise der Perfektion lauter? Eine wichtige Frage, die darüber entscheidet, ob und wieviel wir wagen, obwohl wir etwas noch nicht als „perfekt“ empfinden …..

Vielleicht ist es besonders wichtig, die zwei Aspekte zu berücksichtigen, die Gary Vaynerchuk im Kapitel 7 seines Buches „Die Thank You Economy“ besonders betont – die Fokussierung auf die Qualität der Gespräche und Online-Dialoge mit Menschen statt auf die Quantität und vor allem die ehrliche Absicht bei diesen Gesprächen. Das gilt nicht nur für die „Kundengewinnung“ (die natürlich bei diesem Buch im Vordergrund steht) sondern für alle Gespräche.

In diesem Sinne hoffe ich, daß Sie/ihr einen schönen 7. Dezember hatten/hattet – mit vielen guten und ehrlichen Online- und Offline-Gesprächen!

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