11. Dezember – die elf

Wer denkt bei der Zahl elf nicht (fast) sofort an die Nationalelf und damit an Fußball? Das Bild der „elf Freunde“ ist gedanklich weit verbreitet – nicht umsonst nutzt ein „Magazin für Fußballkultur“ diese Worte als Namen.

Freunde als Lernquelle? So jedenfalls sieht es Baltasar Gracian im elften Spruch des Büchleins „Handorakel und Kunst der Weltklugheit„. Die Idee ist so sinnvoll wie einleuchtend – man kann so den Nutzen des Lernens und das Vergnügen des Gesprächs verbinden. Eine schöne Idee, die wir heute auch in sozialen Netzwerken kultivieren oder zumindest kultivieren können.

Gemeinsam können wir oft mehr bewirken als einzeln. Das können wir uns zum Beispiel beim Brainstorming zunutze machen. Wie man gemeinsam Lösungen erarbeiten kann – gerade auch für Konflikte und unter Einbeziehung der Brainstorming-Methode – wird im elften Kapitel des Buches „Die Streitschule“ geschildert. Das Buch ist übrigens sehr spannend – gerade auch, wenn man etwas über sich selbst und die eigenen Werte, Vorstellungen und Konfliktauslöser lernen möchte, es ist aber auch eine gute Grundlage für jede Art von längerfristiger Gruppen- oder Teamarbeit, weil man auch lernt, zum Start der gemeinsamen Arbeit gemeinsame Arbeitsbedingungen auszuhandeln.

Gemeinsam (oder auch alleine) etwas auf den Weg zu bringen, ist gar nicht so einfach. An manchen Tagen läuft vieles gut, an anderen Tagen scheint alles schief zu laufen. Auch Marc Aurel hat sich im fünften Buch in Spruch 11 mit den Gründen für diese Unterschiede beschäftigt. Für ihn war es eine Frage, wie man die Seele nutzt – als Kind, als Tyrann, als Lasttier oder als wildes Tier? Gerade diese unterschiedlichen „Nutzungen“ – die Schulz von Thun heute als „inneres Team“ bezeichnet, können uns unsere inneren Widersprüche gut erklären.

Auch wenn wir unsere Seele oder unser inneres Team schon „gut“ kennen, kommen wir manchmal trotzdem nicht von der Stelle. Manchmal fehlt einfach die Energie und da möchte ich noch auf Kapitel elf in dem Buch „Bleib dran, wenn dir was wichtig ist“ von Gene C. Hayden verweisen. Die Frage, mit wieviel Energie wir an etwas rangehen und ob wir „dranbleiben“ können wir durchaus positiv beeinflussen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch einen guten und erfolgreichen 11. Dezember mit vielen nützlichen und vergnüglichen Gesprächen und hoffnungsvollen Projekten und Ideen.

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