252

Die 252.

Beginnen wir mit Cyprian. Cyprian war der Bischof von Karthago (dem römischen Karthago) als im Jahr 250 eine rätselhafte Krankheit ausbrach, die sich anscheinend rasch verbreitete und zu vielen Toten führte. Cyprian war ein Zeitzeuge und schrieb in seinem Werk „Über die Sterblichkeit“ (De Mortalitate) über diese Krankheit. Und weil zumindest am Anfang nur er über diese rätselhafte Krankheit schrieb, wird diese Krankheit heute nach ihm die „cyprianische Pest“ genannt (ähnlich kam übrigens die „spanische Grippe“ auch zu ihrem „Namen“ – Laura Spinney hat das im Buch 1918 wunderbar erzählt). Über die Krankheit selbst wissen wir selbst heute nicht viel, vor allem nicht, welche Krankheit beziehungsweise welcher Erreger ihr zugrunde lag. Aber es gab wohl im ganzen Mittelmeerraum viele Tote, so auch in Ägypten.

Das Licht der Wissenschaft ist noch nicht auf diese Frage gefallen. Aber Licht ist ein gutes Stichwort, denn der Leuchtturm von Norderney hat unterhalb seiner Laterne eine Zuschauergalerie, die man über 252 Stufen erreicht. Es ist bestimmt ein schöner Ausblick von dort oben (und ich mag Leuchttürme, auch wenn ich noch nie auf oder in einem Leuchtturm war).

Zum Licht gehört das Dunkel – die französische Grotte de la Cocalière erreicht man über 252 Stufen. Die Bilder der Grotte sind durchaus beeindruckend – solche Orte besichtige ich gerne!

Und wenn man dann schon in Frankreich ist, dann kann man natürlich auch „in der Nähe“ etwas von den 252 Rezepten aus der Sonnenküche zwischen Provence und Languedoc probieren. Ich finde es übrigens faszinierend, dass es so viele Kochbücher mit unterschiedlichen Anzahlen von Rezepten gibt. Ich hätte eher auf Bücher mit 100, 150 oder 200 Rezepten getippt (das ist vermutlich auch in der Mehrzahl der Bücher so und meine Funde sind die skurrilen Ausreisser).

Ob Kafka in seinen 252 Briefen aus der Zeit von 1918 bis 1920 wohl etwas über kulinarische Genüsse schreibt? Das wären dann wohl vegetarische Genüsse gewesen, da Kafka Vegetarier war. Etwas mehr über die kulinarischen Aspekte seines Lebens kann man hier finden. Übrigens schließt sich hier ein Bogen zum ersten Beitrag dieses Tages, denn Kafka erkrankte 1918 unglücklicherweise an der spanischen Grippe.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen leuchtenden und wohlschmeckenden Abend.

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