126

Die 126.
Die aktuellen Zahlen sind irgendwie sperrig. Finde ich zumindest. Ob es irgendwann wieder besser wird? Oder werde ich aufgeben? Wir werden sehen…..

Es gibt einen schönen Havel-Elbe-Wanderweg von 126 km Länge, der auch an den ehemaligen BUGA-Standorten vorbeiführt. Ich war „damals“ tatsächlich von Berlin aus während der BUGA in Brandenburg an der Havel. Dabei habe ich mir auch das Städtchen angeschaut – wirklich schön (und bei damals sonnigem Wetter auch für einen schönen Spaziergang gut geeignet).

Faszinierend finde ich den Wanderweg Nr. 126 in Jaen in Andalusieren, der als Wanderweg der Stadtmauer bezeichnet wird und sogar bei einem Haus mit der Hausnummer 126 beginnt. Mehr 126 geht wohl nicht…..

Etwas weiter nördlich in Spanien findet man die Landschaft, in der Don Quijote zuhause war. Das Werk von Cervantes besteht aus zwei Büchern mit insgesamt 126 Kapiteln (erstes Buch 52 Kapitel und zweites Buch 74 Kapitel). Ein sehr interessantes aber auch sehr umfangreiches Werk.

Wer etwas kürzeres zum Lesen sucht, könnte in den „126 Short Stories/Books that you can read in a sitting, maybe two“ gut fündig werden. Da werden lauter kurze aber trotzdem interessante Büchlein aufgelistet.

Egal ob lieber kurz oder lang, ich lasse diesen Beitrag mit den Bagatelles von Beethoven – natürlich Opus 126 – ausklingen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen kurzweiligen Abend.

125

Die 125.
Eine Zahl, die viel mit Jubiläen zu tun hat. Ja, die könnte ich jetzt auch heraussuchen – aber auf eine gewisse Weise sind diese Jubiläen nicht zeitlos. Was in diesem Jahr 125 Jahr besteht, wird im nächsten Jahr (hoffentlich) schon die 126 erreichen. Das ist schön, paßt aber für mich nicht zu meinem „Projekt“.

Es wird jedenfalls schwieriger, Aspekte zu finden, die ich für passend halte. Aber gut – auch heute habe ich „genug“ gefunden.

Der Wupperweg ist ein 125 km langer Wanderweg entlang der Wupper. Und ja, das paßt besonders gut, da ich seit meinem 5. Lebensjahr (mit sehr kurzen Unterbrechungen) in Wuppertal lebe. Den Wanderweg selbst kenne ich jedoch noch nicht.

Ich bin damals mit meinen Eltern nach Wuppertal gezogen. Für meine Mutter war Wuppertal ihre Heimat, hier ist sie auch Ende 2017 gestorben. Interessant fand ich daher den Gedanken, dass man seinen Eltern 125 Fragen stellen sollte, um sie besser kennenzulernen. Einfach weil viele Menschen Eltern als so selbstverständlich ansehen, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, ihr Leben zu „erfragen“. Einige der Fragen habe ich meiner Mutter im Laufe ihres Lebens tatsächlich gestellt, vieles hat sich auch einfach so aus Gesprächen oder Erzählungen ergeben. Den Gedanken an sich, diese Fragen zu stellen, finde ich jedenfalls spannend.

Bleiben wir kurz bei Fragen – es gibt 125 Fangfragen (mit den jeweiligen Antworten), die ich zum Teil durchaus witzig finde (auf die richtigen Antworten wäre ich wohl nicht gekommen….).

Ernsthafte Fun Facts? Die Türme der Marienkirche in Lübeck sind 125m hoch. In Lübeck war ich tatsächlich ein paar Mal in meinem Leben, einmal sogar mit meiner Mutter (lange her).

Zum Thema Reisen paßt die Gmeiner-Reihe, die zu unterschiedlichen Orten und Themen jeweils 11 Krimis und 125 Freizeittipps enthält. Das Bergische Land ist – natürlich – auch dabei.

Geographisch paßt dazu wiederum die Elberfelder Bibel – in der Ausgabe von 2020 mit 125 Lebensbildern biblischer Personen.

Ablenkung findet man vermutlich eher mit den 125 besten Rätseln aus 2000 Jahren Mathematik oder den 125 best brain teasers of all time.

Mit Brahms in 125 Sekunden lasse ich den heutigen Beitrag ausklingen und wünsche Euch und Ihnen einen klangvollen Abend.

124

Die 124.
Sie hat es mir nicht leicht gemacht. Wirklich nicht. Die „üblichen Verdächtigen“ führten nicht zu interessanten Funden. Aber ich habe eine neue Kategorie gefunden. Dazu gleich mehr.

Zunächst fand ich „nur“ den Fiat 124 Spider (und ein paar Bücher zu diesem Auto). Ja, nett – aber nicht wirklich das, was ich suchte. Aber immerhin – es ist eine 124.

Ein paar (nicht gerade spektakuläre) Bücher habe ich natürlich gefunden – das The No Worries Workbook mit 124 Listen, Aktivitäten und Anweisungen, um Dinge aus dem Kopf zu bekommen. Ja, gut – aber warum gerade 124?

Spannender fand ich dann dieses Buch Exquisite Corpse: 124 days of sequestered collaboration, ein Buch über ein surrealistisches Spiel (das ursprünglich aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts stammt), das drei jüngere New Yorker während der 124 Tage der ersten Covid-Welle in New York miteinander auf Distanz spielten. Mir war der Begriff „Exquisite Corpse“ bis vorhin unbekannt, aber es ist erstaunlich, wie viel man dazu finden kann.

Dann stolperte ich über ein Buch mit Briefen. Mit 124 Briefen und das stellte sich als sehr spannender Fund und vor allem als ziemlich guter Suchbegriff heraus.

124 Briefe aus der Todeszelle? Eine Allgäuerin hat soviele Briefe von einem amerikanischen Strafgefangenen erhalten.

Dann (und das war mein Fund, der zum Stichwort „Briefe“ führte) stolperte ich über die 124 Briefe über Ethik an Lucilius von Seneca. Ich habe noch keinen dieser Briefe gelesen, aber es ist ein Thema, das mich interessiert – zumal es aus der Zeit nicht so wahnsinnig viele „erhaltene“ Texte gibt.

Und noch einmal 124 Briefe: im Nachlaß von Galileo Galilei hat man 124 Briefe von seiner Tochter Maria Celeste gefunden, die diese ihm zwischen 1623 und 1633 aus dem Kloster geschrieben hat. Diese spielen wohl im Buch Galileos Tochter von Dava Sobel eine Rolle (ich habe das Buch sogar hier, nur noch nicht gelesen).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit schönen Funden und glücklichen Momenten.

123

Die 123.
Eine „undankbare“ Zahl. Undankbar deswegen, weil es so wahnsinnig viele Webseiten mit 1-2-3 gibt, aber wenig besondere Inhalte. Also gleichzeitig zuviel und zu wenig.

Ein Beispiel für diese unglaubliche Vielfalt? Es gibt den 123 Blumenversand, zahllose Bücher mit 123, einfach wahnsinnig viel.

Aber ein paar Dinge habe ich doch gefunden: es gibt einen Menschen, der in 123 Tagen mit dem Fahrrad um die Welt gefahren ist. An anderer Stelle (bei der 72 und der 80) sind die fiktive Reise von Phileas Fogg im Roman von Jules Verne und die tatsächliche Reise von Nellie Bly schon aufgetaucht, dieser Aspekt paßt aus meiner Sicht daher besonders gut.

Skurril fand ich die Idee eines Liebespaars sich für – insgesamt 123 Tage – mit Handschellen aneinanderzuketten. Muß ich extra erwähnen, dass die beiden jetzt kein Paar mehr sind?

Noch eine literarische 123 – das erste Buch von Robert Musils Mann ohne Eigenschaft hat genau 123 Kapitel (soweit habe ich es bei dem Buch bisher nicht geschafft……).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit lauter guten Eigenschaften.

122

Die 122.
Eine schwierige Zahl.
Aber die üblichen Verdächtigen helfen.

Ein Thriller – jemand, der seine „Aufträge“ nach 122 Regeln der Psychologie abarbeitet, weshalb das Buch auch treffenderweise 122 Rules heißt.
Ein Krimi mit dem Titel Zimmer 122.

122 Wanderungen in den Berchtesgadener Alpen (ein paar davon würden mich schon interessieren, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass ich das in halbwegs naher Zukunft unternehmen werde).
Eine Wanderung über das Plateau der Rhön (da war ich auch noch nicht), die – wenn man die östliche Route nimmt – 122 km lang ist.

Für die 122 noch ein Highlight für mich persönlich eher etwas Angsteinflößendes – die Französin Jeanne Calment ist 122 Jahre alt geworden und war damit einige Zeit der älteste lebende Mensch. Ich hoffe, dass sie dieses hohe Alter als Geschenk erlebt hat.

Dazu paßt wiederum O Welt, ich muß dich lassen von Johannes Brahms (Opus 122).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen guten und hoffnungsvollen Abend.

121

Die 121.
Eine Zahl, zu der ich tatsächlich relativ viel gefunden habe (und nicht nur bei den „üblichen Verdächtigen“).

Es gibt ein altes Cluetrain-Manifest mit 95 Thesen und ein neues Cluetrain-Mainfest (von 2015) mit 121 Thesen. Was sich verändert hat? ich weiß es nicht. Aber ich finde den Gedanken interessant, dass alle paar Jahre ein „paar“ neue Thesen dazukommen.

Ein Buch mit dem Titel 121 First Dates? Ja, gibt es. Aber es kein Buch, dass ich jemals lesen werden, das Thema hat nichts mit meinem Leben zu tun.

Was mich tatsächlich interessiert: die Liste der 121 besten indischen Bücher in englischer Sprache. Ich habe erst vor ein paar Wochen deutlich festgestellt, wie wenig ich über die Literatur anderer Länder oder Kontinente weiß. Es ist erbämlich wenig und solche Listen können da – als „Fundgrube“ – durchaus hilfreich sein.

Im oberbayrischen Polling gibt es eine Künstlersäulenhalle (mit dem Namen Stoa 169) die aus 121 Säulen besteht – jede Säule wurde von einem anderen Künstler/einer anderen Künstlerin gestaltet. Die Säulen (und auch die Künstlerinnen und Künstler) kann man hier sehen.

121 Spielfelder hat das Spiel Sternhalma. Ich habe als Kind oft mit meiner Mutter Halma auf einem solchem Brett gespielt – anfangs hat sie gewonnen, später habe ich mir ihre Spielzüge abgeschaut……

Abschließen möchte ich mit Psalm 121. Gerade in den letzten Jahren haben die Zeilen „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ mich oft in schwierigen Zeiten begleitet. Und ja, es gab zu oft Zeiten, die diese Zeilen benötigten.

Deshalb wünsche ich Euch und Ihnen jetzt einen sorgenfreien und gut behüteten Abend.

120

Die 120.
Wieder eine runde Zahl. Wieder ein Monatsende. Wie lange werde ich noch durchhalten?

Durchhalten ist manchmal auch beim Lesen ein wichtiges Thema. Für so manches dickere Buch habe ich – über Tage, Wochen oder Monate hinweg – ziemlich lange gebraucht. Manchmal, weil ich den jeweiligen Text erst sacken lassen mußte, manchmal, weil ich parallel so viel anderes gelesen habe. Gerade deshalb finde ich es lustig, dass es eine Liste der besten Bücher unter 120 Seiten gibt. Ist das überhaupt schon ein Buch?? Aber egal, es ist eine 120!

Für mich paßt dann eher die Sammlung der 120 nützlichen Sätze beziehungsweise Redewendungen in der englischen Sprache.

120 Jahre leben? Für mich bitte nicht. Aber falls sich jemand dafür interessiert – hier gibt es ein Buch dazu!

Eine Hommage von Schlingensief an Fassbender? Ja, gibt es – und zwar unter dem Titel Die 120 Tage von Bottrop. Ich rätsele noch, warum es ausgerechnet Bottrop ist …..

Aber egal. 120 Tage dauerte übrigens die Belagerung von Lille im Jahr 1708, nämlich vom 12. August bis zum 10. Dezember.

Abschießen möchte ich den heutigen Beitrag mit dem Marquis de Sade und seinem Werk Die 120 Tage von Sodom. Nichts für mich, aber für die 120 durchaus passend. Tja, was man nicht so alles findet…..

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen fröhlichen Abend.

119

Die 119.
Was für die 118 galt, gilt im Prinzip auch hier.
Ein Wanderweg, der 119 km lang ist – der Teil des Nord-Süd-Trails von Sylt nach Flensburg. Sylt kenne ich immerhin, Flensburg und alles, was nördlich von Kiel ist, allerdings nicht.

Etwas näher bei mir ist der Weyerbuschturm – er befindet sich nämlich am Nützenberg in Wuppertal (nicht weit von meiner früheren Schule entfernt). 119 Stufen hat dieser Turm.

Zimmer 119 (oder genauer Room 119) liefert uns einen Thriller.

Im Luxushotel Beau Rivage in Genf gibt es heute eine Suite mit der Nummer 119/120. Dort verbrachte die Kaiserin Elisabeth (vielen als „Sisi“ bekannt) die letzte Nacht ihres Lebens.

Die 119 hat aber noch ein absolutes Highlight – die 119 bisher gefundenen niederländischen Sprichwörter, die im Gemälde Die niederländischen Sprichwörter von Pieter Bruegel stecken. Ich mag das Gemälde sehr. Vor allem, weil es so viele spannende Dinge enthält. Schließlich könnte man sich mit jedem der einzelnen Sprichwörter selbst schon länger beschäftigen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen interessanten und anregenden Abend.

118

Die 118.

Ab einer bestimmten Zahlenhöhe wird es schwieriger, Dinge zu finden. Interessanterweise funktionieren drei Kategorien ganz gut – Länge von Wanderwegen, Zimmernummern und Bücher.

Ich fange also auch bei der 118 mit den Wanderwegen an.
Die römische Ausoniusstraße von Trier nach Bingen ist heute der Ausoniusweg mit einer Länge von 118 km. Spannend, dass man so auf den Spuren der „alten Römer“ wandern kann.
Im Schwarzwald gibt es den 118 km langen Schluchtenweg, der unter anderem durch die Wutachschlucht führt. Auch das ein sehr interessanter Weg.

Zimmer? Irgendwie schon. Denn es gibt dieses merkwürdige Video über die (angeblichen) Geschehnisse in Zimmer 118 in einem Motel. Immerhin: das mit der Zimmernummer funktioniert ziemlich oft.

Bücher? Ja, auch Bücher.
In Protocole 118 geht es um einen blutigen Mord an einer jungen Studentin. Vielleicht etwas zu viel Blut und Gewalt für mich.
Und dann gibt es noch 118, rue Terminale. Auch hier geht es anscheinend um Mord und um die Menschen, die einen Innenhof in einer großen Stadt bewohnen. Nicht unspannend, oder?

Noch etwas „Besonderes“? Ja, denn es gibt auch Opus 118 Harlem School of Music (wohl auch oft nur als Opus 118 bezeichnet). Opus 118 fördert den Musikunterricht für Kinder (vor allem in New York) – eine wichtige Aufgabe und daher auch hier erwähnenswert!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen fröhlichen und wohlklingenden Abend.

117

Die 117.

Eine merkwürdige Geschichte, die im Buch Murder in Room 117 von Arthur Kent stecken soll. Es geht um den Mord an dem US-amerikanischen Botschafter Adolph „Spike“ Dubs in Kabul im Jahr 1979. Wenn man Arthur Kent folgt, dann hängt dieser Vorfall wohl eng mit den darauffolgenden unruhigen Jahrzehnten in der Region (und auch den Folgen für die ganze Welt) zusammen. Spannend. Wobei ich nicht weiß wieviel davon „echte“ Geschichte ist und wieviel davon Theorie oder Fiktion.

Dazu paßt wiederum der französische Geheimagent mit dem „Namen“ OSS 117, der von Jean Bruce geschaffen wurde. Ich muß zugeben, dass ich beiden noch nie „begegnet“ bin (obwohl ich schon ziemlich viel Zeit in französischen und französischsprachigen Buchhandlungen verbracht habe), aber vielleicht bin ich an dem Regel mit dem Genre auch einfach zu schnell vorbeigegangen…..

Eine ganz andere 117, in der es um benachteiligte Kinder und Schule geht – viel mehr habe ich leider nicht herausfinden können, aber es paßt zur 117 – das Buch Room 117 von Khristian Kay.

Schön sind die Bilder der sechs Menschen, die ihre Fotografien auf der Seite Zimmer 117 veröffentlichen. Besonders schön und poetisch ist die Seite über das Projekt und die Menschen.

Der merkwürdigste Fund führte über eine französische Spur zu einer niederländischen Seite (in englischer Sprache) und von dort zu einem Menschen, der lange in Göttingen in einer Klinik „gelebt“ hat. Er malte die Wände seiner engen Zelle aus und schaffte so ein Raumkunstwerk. Eine in vielerlei Hinsicht tragische Geschichte.

Gerade deshalb wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend voller Hoffnung und guter Gedanken und Gefühle.