52

Die 52.
52 Wochen hat das Jahr.
52 weiße Tasten hat ein Klavier.
Manchmal denkt über diese so „einfachen“ und „sichtbaren“ Dinge gar nicht nach. Und doch sind sie da.

52 Kapitel hat das erste Buch des „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes (ich habe immer noch nicht alle gelesen, aber ich mag die Geschichten und es ist schön, dass es noch ein zweites Buch gibt).

52 Karten hat ein sogenanntes französisches Kartenspiel. Diese Bezeichnungen waren mir nie bewußt – es ist spannend, das im Zuge meiner Suche zu erfahren und zu lesen.

52 Kunstwerke? Warum eigentlich nicht. Jedenfalls gibt es eine „Crowd-Investment-Art-Collection“, die sich 52 Masterworks nennt. Einerseits finde ich eine neue Heransgehensweise an das Thema gut, andererseits kann ich mir unter dem Konzept nicht so richtig viel vorstellen. Das kann aber an mir liegen (und natürlich daran, dass heute Montag ist und eine der 52 Wochen gerade begonnen hat….). Zeit, den Tag mit Opus 52 von Robert Schumann ausklingen zu lassen (Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend.

51

Es gibt Zahlen, die sind so schweigsam, dass man kaum etwas über sie findet. Für die 51 ist das nicht der Fall. Fast schon das Gegenteil.

Berühmt und – auch für Verschwörungstheorien – berüchtigt, ist die Area 51 in Nevada. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Menschen dort nach Außerirdischen suchen wollten….. Tatsächlich gibt es dazu sogar einen Film, den ich allerdings nicht kenne und vermutlich auch nicht anschauen werde. So gern ich E.T. und Alf als Erinnerung an Kindheit und Jugend mag, so wenig spricht mich das Thema jetzt an.

Mit Filmen verbinde ich Kino. Und in Flensburg gibt es ein Kino, das besonders mit der 51 verbunden ist – das 51-Stufen-Kino. Man muß wohl tatsächlich 51 Stufen hochgehen, um ins Kino zu kommen. Toller Name und bestimmt ein toller Ort!

Die 51 ist aber auch anders mit Bewegung verbunden. Im Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es eine Straßenbahn 51, die mit 78 Haltestellen von Niederschönhausen nach Berlin-Mitte fuhr (wobei in einer Quelle eine etwas andere Strecke angegeben wird, nämlich vom Nordend zum Grunewald). Heute kann man diese Fahrt als Simulation nacherleben (die Simulation wohl auch als Video). Mit dieser Linie 51 wäre ich definitiv gerne mal gefahren!

Eine „51“ habe ich schon erlebt – allerdings ohne es zu dem Zeitpunkt zu wissen. Das Hamburger Carillon St. Nikolai hat nämlich 51 Glocken. Ich bin früher schon gelegentlich an dem Mahnmal vorbei gekommen. 2018 (und ich meine auch noch einmal in 2019) habe ich dann tatsächlich eines der Glockenkonzerte erleben können. Ein sehr schönes klangvolles Erlebnis an einem eindrucksvollen Ort.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen glockenhellen freudig klangvollen Abend.

50

Die 50 ist die Zahl der Jubiläen – so etwas wie 50. Geburtstag, goldene Hochzeit, goldene Konfirmation. Ich erinnere mich noch an den 50. Geburtstag meiner Mutter – der erste wirklich wichtige „runde“ Geburtstag, den wir gemeinsam gefeiert haben. Es ist schon lange her und von denen, die damals (mit-)gefeiert haben, ist (außer mir) niemand mehr „da“. Die Erinnerungen und Geschichten an sich – die sind noch da.

Das bringt mich zum Pentameron. 50 Geschichten. 10 Frauen erzählen an 5 Tagen jeweils eine Geschichte und damit 50 Geschichten. Die Geschichten hat Giambattista Basile mit einer Rahmenhandlung verbunden. Selber lesen kann man die Geschichten hier, anhören kann man einige der Pentameron-Geschichten hier.

Sind solche Märchen oder Geschichten wirklich wichtig? Ja und das sagt beziehungsweise schreibt auch der Wissenschaftler Ernst Peter Fischer in seinem Buch „Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie“ – wichtig für meinen Beitrag ist der Untertitel des Buches „Die 50 besten Erkenntnisse der Wissenschaft von Galilei bis Einstein“. Ein interessantes Buch mit interessanten Beispielen und Geschichten von und über Menschen.

Von 50 den besten Erkenntnissen zu 50 den besten Rezepten? Zahllos sind die Beispiele, die ich zu „die 50 besten Kochrezepte“ verlinken könnte. Ich mache es nicht. Ich könnte mich ohnehin nicht entscheiden. Aber es ist schön, dass es diese Vielfalt gibt, denn so ist viel Abwechselung möglich.

Frauen findet man glücklicherweise nicht mehr (nur) in der Küche, sondern in allen möglichen Lebensbereichen. Und das ist gut so. Das Buch „Women in science – 50 fearless pioneers who changed the world“ macht 50 besondere Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten sichtbar. Definitiv ein Buch, das ich mir irgendwann in Ruhe anschauen möchte.

Ich finde es wichtig, Frauen und ihre Ideen, Fragen und Werke sichtbar zu machen. Nicht nur in der Wissenschaft, auch in vielen anderen Bereichen – zum Beispiel dem der Philosophie. Das Buch „50 Philosophy Classics“ enthält (wenn ich mich nicht versehen habe) immerhin zwei Frauen, nämlich Hannah Arendt und Iris Murdoch. Ich bin ein bißchen hin- und hergerissen. Einerseits: immerhin; andererseits: war/ist es eine Frage der Sichtbarkeit oder der Qualität der Werke? Eine für mich durchaus spannende Frage.

Aber wie auch immer – ich wünsche Euch und Ihnen einen mit guten Fragen und Gedanken nachdenklichen Abend!

49

Die 49.

Eine Broschüre, die Geschichte irgendwie rückwärts erzählt. Beginnend mit der Zeit von 1990 bis 2008. Danach einen Schritt zurück in die Zeit von 1945 bis 1990, weiter zurück in die Zeit ab 1933 und über weitere Kapitel hinweg fast zum Ende der Broschüre hin zu der Zeit ab 1700. Eine interessante Idee, die Geschichte eines Gebäudes „so“ zu erzählen. Eben nicht mit dem zeitlichen Anfang, sondern mit dem anzufangen, was aus dem Gebäude geworden ist (es erinnerte mich an die andere Seitenzählung in den Jakobsbüchern). Erzählt wird die Geschichte des Gebäudes Wilhelmstraße 49 in Berlin, das heute ein Ministerium ist. Ich bin während meiner zahlreichen Berlinbesuche schon oft daran vorbeigelaufen.

Ob das Haus an der Wilhelmstraße 49 für die Menschen, die dort gearbeitet oder auch gewohnt haben, ein glücklicher Ort war? Denn die 49 ist ja auch mit dem Glück verbunden – als 6 aus 49 mit der Chance auf einen Lottogewinn. Viele machen mit, wenige gewinnen. Aber es könnte ja doch sein, oder?

Was für alle, für die es wichtig ist, stimmt: 49 Tage nach Ostersonntag kommt Pfingsten. Für viele einfach nur ein schöner frühlingshafter oder frühsommerlicher Feiertag, für andere durchaus auch ein Tag mit religiöser Bedeutung. Ich erinnere mich jedenfalls daran, dass wir in meiner Kindheit an Pfingsten (wenn das Wetter gut war) einen Pfingstausflug gemacht haben.

Zu schönen Erinnerungen passen schöne Klänge. Daher möchte ich diesen Beitrag mit der Sonate Nr. 19 von Beethoven (Op. 49) abschließen.

Ich wünsche Euch und Ihnen einen schönen, erinnerungswürdigen und klangvollen Abend.

48

Die 48 hat relativ viel mit persönlichen Erlebnissen und Interessen zu tun. Es fällt mir daher ein bißchen leichter, etwas über diese Zahl zu schreiben als bei anderen Zahlen.

Während meiner Studienzeit in Lüttich (auch schon ewig lange her) bin ich immer mit der Linie 48 von der Innenstadt zur Uni gefahren. Mein Studiengang war nicht im Unigebäude in der Innenstadt untergebracht, sondern einige Kilometer außerhalb von Lüttich, „oben“ auf dem Sart Tilman. Ich hatte also (fast) jeden Tag eine relativ lange Busfahrt vor mir – eben mit der 48, die zu Stoßzeiten schon ziemlich voll war.

Charles Dickens, ein Schriftsteller dessen Werke ich immer sehr gerne gelesen habe, wohnte in der Doughty Street 48 in London als er das Buch „Oliver Twist“ schrieb. Heute ist in dem Haus mit der Nummer 48 passenderweise das Charles-Dickens-Museum untergebracht. Definitiv ein Ort, der mich sehr interessieren würde.

Ein (fiktiver) Ort, der mich auch – vor allem für einen Ausflug – interessieren würde ist „Mansfield Park“, der elegante Herrensitz aus dem gleichnamigen Roman von Jane Austen. Dort kommt Fanny Price, die arme Nichte von Sir Thomas Bertram und seiner Frau Lady Bertram, mit 10 Jahren an. Der Roman schildert in 48 Kapiteln ihr Leben an diesem Ort. Manches ist „schwierig“ – die schäbige Behandlung durch die Tante Norris (verwitwete Schwester ihrer Mutter), aber auch der Umgang der Cousinen Maria und Julia, die sie deutlich spüren lassen, dass sie nicht „dazugehört“. Aber Fanny sieht das Positive und – Ende gut, alles gut – erlebt nach einer schwierigen Zeit etwas Positives. Ein Klassiker halt!

Hat schlechte Behandlung etwas mit Macht zu tun? Beim Roman „Mansfield Park“ liegt der Gedanke nahe. Die wohlhabende Familie Bertram hat „Macht“ gegenüber der armen Nichte/Cousine Fanny und einige Familienmitglieder (glücklicherweise nicht alle) zeigen das auch. Warum ich dieses Thema anspreche? Es gibt das Buch „48 Gesetze der Macht“ von Robert Greene. Ich habe es bisher nicht gelesen, auch nicht gekauft. Ich finde den Gedanken einerseits interessant, die konkreten Gesetze (so wie ich sie hier aufgelistet gesehen habe) eher abschreckend. Es mag sicherlich gut sein, solche Methoden zu erkennen oder zu durchzuschauen, es würde für mich aber nicht passen, solche Methoden anzuwenden.

Interessanterweise gibt es ein Buch Brecht und die Macht. Das ist gerade deswegen besonders interessant und passend, weil Brecht 48 fertige Dramen hinterlassen hat. Ich kenne davon bisher nur wenige – ein paar (zumindest teilweise) aus der Schulzeit, ein paar weil ich sie später im Theater gesehen (und zumindest teilweise) für meine Vorbereitung auf den Theaterbesuch gelesen habe. Manche der Stücke sind für mich verwirrend, aber sie sind immer interessant. Insofern ist es sehr schade, dass ich bei meinem bisher einzigen Augsburgbesuch nicht einmal im Brecht-Haus war.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen positiv verwirrenden und damit anregenden Abend.

47

Die 47 möchte andere Saiten aufziehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die meisten Harfen haben 47 Saiten. Es wäre schön, irgendwann mal wieder ein Harfenkonzert zu erleben. Mein letzter Konzertbesuch mit wesentlicher Beteiligung einer Harfe war im November 2019.

Jedenfalls würde man mich sehr viel eher in ein Konzert mit klassischer Musik bekommen als in einen Freizeitpark. Erstaunlicherweise gibt es einen Freizeitpark, der die 47 im Namen führt – nämlich den Area 47 Freizeitpark in Österreich. Für viele Menschen bestimmt ein besonderes Erlebnis, für mich halt nicht. Aber schön, dass die 47 so vielseitig ist.

Viel faszinierender finde ich dann wieder die Geschichte der 47 Ronin. Es handelt sich um eine für (beziehungsweise in) Japan wichtige Geschichte. 47 Krieger rächten den Tod ihres Herrn. Eine sehr interessante Geschichte, es lohnt sich die Zusammenfassung zu lesen.

Und während es in dieser Geschichte eher um das Ende von Karrieren und Lebenswegen ging, begründete eine Mitgliedschaft in der Gruppe 47 manchmal den Beginn einer literarischen Karriere. Einige der Autorennamen sind sogar mir bekannt….

Irdische Karrieren und himmlisches Wissen? Es fasziniert mich sehr, dass wohl die Mesopotamier feststellten, dass der Mars alle 47 Jahre eine bestimmte Position am nächtlichen Himmel einnimmt. Es ist unglaublich, was Menschen damals schon entdeckten.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen entdeckungsreichen Abend.

46

Die 46 ist mit Informationen über sich fast so zurückhaltend wie ich privat bei Menschen…..

Ja, Menschen. Das ist immerhin etwas, das mit der 46 zu tun hat. Denn jeder Mensch hat 46 Chromosomen. Es wäre mir ohne Suche nicht bewußt gewesen. Ich habe es bestimmt irgendwann mal gehört oder gelesen, aber es hat sich nicht eingeprägt.

Die 46 ist auch die Ländervorwahl für Schweden. Das hätte ich auch ohne Suche nicht gewußt – ich habe noch nie in Schweden angerufen. Aber ich verbinde damit sehr viel konkreter etwas, schöne Erinnerungen an eine Reise nach Stockholm vor vielen Jahren.

Nordisch ist auch der nächste (und für heute abschließende) Auftritt der 46 – aber was für ein Auftritt! Die beiden Norweger Edvard Grieg und Henrik Ibsen lernten sich in Rom kennen. Ibsen beauftragte Grieg später für seine Bühnenfassung von „Peer Gynt“ die Musik zu schreiben. Wiederum einige Jahre später hat Grieg die Bühnenfassung bearbeitet und daraus zwei Orchestersuiten erstellt – Suite Nr. 1 ist „op. 46“. Dieser Teil enthält ganz wunderbare Stücke – allen voran die traumhaft schön beginnende „Morgenstimmung“. Ich höre diese Musik immer wieder gerne!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit traumhaft schöner Stimmung.

45

Die 45.
45 Minuten hat eine normale Schulstunde. In diesen Zeiten mitunter ein schwieriges Thema. Aber ich kann mich schon noch an die Schulzeit und an diesen Takt der 45 Minuten mit kleinen (5 Minuten) und großen (15 oder 20 Minuten) Pausen erinnern.

Dabei denke ich gerade an die Erdkundestunden. Warum? Weil der 45. Breitengrad auf der Nordhalbkugel oft als Nordgrenze Südfrankreichs bezeichnet wird. Ich erinnere mich an große Landkarten (und natürlich auch an den großen Schulatlas), mit dem wir uns über Lage und Beschaffenheit so mancher Orte auf der Welt informiert haben. Wirklich spannend fand ich Erdkunde damals nicht. Aber manches Bild in den Büchern hat eine Art von Reisevorfreude geweckt.

In 45 Tagen 1900 km durch Deutschland laufen? Nichts, was ich mir vorstellen kann. Wirklich nicht. Und gerade deswegen natürlich eine große Leistung von Anthony Horyna, der mit diesem Projekt auf das Thema Depression und Suizidprävention aufmerksam machen wollte. Aus dem Projekt ist eine Webseite und ein Buch entstanden, das Buch trägt – natürlich – die 45 im Untertitel.

Der für mich persönlich spannendste Fund war allerdings die Entdeckung von Jean Paul im Zusammenhang mit der 45. Schon lange habe ich seinen „Siebenkäs“ angefangen (aber aus Zeitmangel irgendwann zur Seite gelegt), vor einigen Jahren habe ich eher zufällig in Gotha am Bahnhof (wo ich noch etwas zuviel Zeit hatte) die Litfasssäule über Jean Paul entdeckt und mit großem Interesse gelesen. Die Litfasssäule gehörte zum Jean-Paul-Jahr 2013. Ich weiß nicht einmal, in welchem Jahr ich dort war…. Bei der Suche nach der 45 begegnete mir Jean Paul mit dem Werk Hesperus oder die 45 Hundsposttage. Was es mit den „Hundsposttagen“ auf sich hat? Angeblich erhält der Erzähler an 45 Tagen Post von einem Hund mit der Aufforderung, aus dem gesendeten Material eine Biografie zu erstellen. Das klingt nicht unspannend. Mal sehen, wann ich dazu die Zeit finde.

Euch und Ihnen wünsche ich damit einen spannenden und gleichzeitig entspannten Abend.

44

Zur 44 habe ich nicht besonders viel gefunden. Oder zumindest nicht viel, was mich persönlich „überzeugt“ hat. Ja, es wird mit (fast) jeder Zahl ein bißchen schwieriger.

Das wirklich erste, was mir einfiel, war natürlich Barack Obama, der 44. Präsident der USA. Es war für mich damals etwas Gutes, dass er gewählt wurde. Es hatte für mich viel damit zu tun, dass eben jeder Amerikaner und jede Amerikanerin dieses höchste Staatsamt erreichen kann. Es war – gerade nach meinen persönlichen Erfahrungen in den USA 1996 – ein schönes Zeichen. Das heißt nicht, dass alles während seiner Präsidentschaft gut war (danach erst recht nicht). Aber doch – es ist immer noch etwas für mich Positives.

44 Bücher, die man gelesen haben sollte? Darunter befindet sich übrigens auch eine Empfehlung von Barack Obama. Ich habe die Liste hoch- und runtergescrollt. Es sind wenige Bücher dabei, die ich gelesen habe. Einige der bisher ungelesenen Titel interessieren mich, andere weniger. Insgesamt sind wenig „internationale“ beziehungsweise nicht ursprünglich englischsprachige Titel dabei. Das muß nicht schlecht sein, ist aber trotzdem schade.

Interessanterweise gibt es einen englischsprachigen Kinder- und Jugendbuchverlag, der die 44 in seinem Namen hat – den Verlag West 44 Books. Altersbedingt (ich bin für das Verlagsangebot einfach viel zu alt) habe ich mich nicht in das Angebot vertieft. Aber immerhin – eine 44.

Etwas erstaunlich fand ich dann das Buch mit den 44 Gebeten. 44 Gebete in französischer Sprache zu unterschiedlichen Anlässen, 1999 veröffentlicht. Ich weiß nicht, ob ich ein solches Buch kaufen würde (eher nicht), aber das Bedürfnis nach „guten Worten“ kann ich schon verstehen. Gerade in den aktuell manchmal unsicheren und schwierigen Zeiten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit guten Worten.

43

Die 43 verbinde ich vor allem mit einer kulinarischen Attraktion – dem spanischen Licor 43. Tatsächlich wird dieser Likör aus 43 geheimen Zutaten hergestellt – dabei handelt es sich weitestgehend um Gewürze und (was für den Geschmack wichtig ist) Vanille. Ich habe den Likör vor vielen Jahren in Spanien probiert. Lange her und eine schöne und auch geschmacklich gute Erinnerung.

Marillenlikör besteht zwar nicht aus 43 Zutaten, kommt aber aus Österreich – was mich auch wiederum an einen schönen Urlaub in der Wachau erinnert. Was das mit der 43 zu tun hat? Nun, die internationale Ländervorwahl für Österreich ist die „43“ (im Impressum der verlinkten Webseite kann man das sogar „überprüfen“).

Interessanterweise gibt es auch einen Stuhl, der in seinem Namen die „43“ trägt – nämlich der ziemlich bekannte Freischwinger Thonet S 43. Der (sogar urheberrechtlich geschützte) Stuhl wurde 1931 von dem Designer Mart Stam entworfen und wird noch heute hergestellt.

Ob es im Berliner Naturkundemuseum wohl einen solchen Stuhl gibt? Wie ich darauf komme? Nun, das Berliner Naturkundemuseum befindet sich in der Invalidenstraße 43. Bei einem Berlinbesuch im Herbst 2019 bin ich sogar an dem Museum vorbeigelaufen. Vom Hauptbahnhof ist es nur wenige Meter entfernt (ich wollte allerdings woanders hin und habe das Museum eher aus dem „Augenwinkel“ wahrgenommen, auf die Hausnummer habe ich damals auch nicht geachtet).

Passend zum Thema „Museum“ gibt es auch ein tolles Buch mit der 43 – nämlich Gesichter mit Geschichten: 43 Portraits in der Kunst. Das Buch fragt, was wir eigentlich über die Abgebildeten und ihre Lebensgeschichte wissen. In kleinen Geschichten zum jeweiligen Bild erfahren wir mehr über die Menschen, die wir sonst oft kaum wahrnehmen. Eine sehr schöne Idee!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen gemütlichen Abend mit schönen Betrachtungen.