30

Manche Monate haben 30 Tage (und manche auch nicht) – das sind die Besonderheiten unseres Kalenders.
30 Minuten sind eine halbe Stunde – beides wird relativ oft gebraucht.

Die 30 ist aber auch für manche Spiele von Bedeutung – beim Sternhalma spielen zwei Menschen gegeneinander, jeder mit 15 Spielfiguren. Insgesamt 30 Spielfiguren sind dann auf dem Spielbrett – ziemlich viel für so ein Spielbrett. Meine Mutter hat leidenschaftlich gerne und ziemlich gut Halma gespielt. Allerdings habe ich mir irgendwann (nachdem ich anfangs immer verloren habe) ihre Spielzüge abgeschaut und meine Spielzüge ähnlich gestaltet. Wir standen uns dann gegenseitig im Weg, was schon ein bißchen lustig war – Stau auf dem Halmafeld….. Das letzte Halmaspiel ist lange her, sehr lange.

Auch Backgammon (ein übrigens sehr altes Brettspiel) wird mit insgesamt 30 Steinen gespielt – 15 weißen und 15 schwarzen Steinen. Ich habe es früher mal online gegen den Computer gespielt, weil ich wissen wollte, wie man das Spiel spielt. Ein schönes Spiel, wie ich finde.

Wer beim Spielen Hunger bekommt – die 30 spielt tatsächlich im Buch „Snow Crash“ im Zusammenhang mit der Auslieferung von Pizzas eine Rolle. Hiro, die Hauptperson des Buches, ist nämlich nicht nur Hacker, sondern (zumindest zu Beginn des Buches) auch Pizzaauslieferfahrer, im Buch konkret als „Deliverator“ bezeichnet. Jede Pizza muß innerhalb von 30 Minuten ausgeliefert werden, sonst gibt es „Ärger“ und zwar so richtig (gerüchteweise soll das sogar lebensgefährlich sein…..). Dass das nicht immer so einfach ist, ist klar und eine besonders schwierige Auslieferung gelingt nur, weil jemand anderes – nämlich die Kurierfahrerin Y.T. diese Lieferung „übernimmt“.

Spielen und Essen sind sicher gut, aber etwas Bewegung sollte dann auch noch sein. Glücklicherweise gibt es im Hirschbachtal (nur circa 40 km von Nürnberg entfernt) einen Wanderweg, der an 30 Höhlen vorbeiführt. Einerseits spektakulär (hier mit Bildern), andererseits……

In schlimmen Zeiten können Höhlen natürlich auch Schutzräume und Verstecke für die Bevölkerung sein. Gerade im 30jährigen Krieg haben sich Menschen immer wieder in Höhlen versteckt. Ob das hier auch so war? Vielleicht. Interessant ist in dem Zusammenhang jedenfalls, dass es zu einem solchen Thema eine Jugendbuchtrilogie mit dem Titel „Die Höhlenkinder“ gibt.

Lieber keine Höhlenwanderung, auch kein Höhlenbesuch, sondern ein schöner langer Spaziergang und dann ein gutes Buch. Natürlich gibt es nicht nur „Snow Crash“, sondern auch ein Buch, um über den eigenen Umgang mit anderen Menschen nachzudenken. „Dreissig Tage“ heißt der Roman von Annelies Verbeke – dreißig Tage, in denen wir als Leserinnen und Leser das neue Dorfleben von Alphonse verfolgen können. Aber nicht alles ist gut.

Ob die Dorfbewohner empathisch sind? Spannende Frage, oder? Es gibt wohl 30 Eigenschaften, über die empathische Menschen verfügen. Ob das stimmt? Ich weiß es nicht. Das Irritierende ist, dass ich manche der dort aufgeführten Eigenschaft als positiv wahrnehme (Zuhören, Neugier, Bedürfnis nach Einsamkeit), andererseits gibt es auf dieser Liste Eigenschaften, die für mich nicht positiv sind (und die meines Erachtens bei mir auch nicht vorliegen). Das kann natürlich zum einen heißen, dass ich im Sinne der Liste nicht empathisch bin (was als „Ergebnis“ definitiv in Ordnung wäre) oder dass die Liste ein verzerrtes Bild von Empathie zeichnet. Spannend und gleichzeitig schwierig.

Aber wie auch immer: ich wünsche Euch und Ihnen einen fröhlichen und angstfreien Abend, mit dem guten Gefühl gehört und positiv wahrgenommen zu werden.

29

Ein Sonnenjahr besteht aus 365 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Wir zählen in den meisten Jahren aber „nur“ 365 Tage. Um den Unterschied zwischen „unserem Jahr“ und dem Sonnenjahr auszugleichen, fügen wir alle 4 Jahre (mit Ausnahme der sogenannten Jahrhundertregel, von der es aber wieder eine Ausnahme gibt) im Februar einen Tag ein – den 29. Februar. Ein guter Start für die 29, oder? Mir war natürlich das Konzept der Schaltjahre an sich bekannt, aber mit dem Hintergrund habe ich mich vorher nicht beschäftigt (und auch nicht mit den Ausnahmen von der Regel….). Die 29 spielt damit für unseren Kalender eine wichtige zeitausgleichende Rolle.

Ein Mondmonat besteht durchschnittlich aus 29,5 Tagen. Auf Mondmonaten beruhende Kalender haben daher durchaus ihre „Besonderheiten“. Noch komplexer ist es natürlich, wenn eine Kultur den Sonnen- und den Mondkalender verbindet – in einem „Lunisolarkalender“ (nein, ich möchte das jetzt nicht erklären – aber ich finde das sehr spannend).

Die 29 hat nicht nur mit dem Mond zu tun, sondern auch mit einem dunklen Aspekt der Geschichte. Es gab nämlich in der Zeit von 1486 bis zum Ende des 17. Jahrhunderts 29 Auflagen des Hexenhammers. Mit diesem „Werk“ wurde die Hexenverfolgung begründet und vor allem legitimiert, was für viele Frauen (und natürlich auch deren Familien) zu großem Leid geführt hat. Falls sich jemand damit beschäftigen möchte, das „Werk“ ist beim Projekt Gutenberg zu finden. Ich bin in einer sehr interessanten Präsentation auf dieses Thema (und die Zahl 29) gestoßen.

Eine Flucht war den meisten der betroffenen Frauen damals nicht möglich. Das sah 1962 in Berlin anders aus. Damals erlaubte der von einer kleinen Gruppe gebaute Tunnel 29 einigen Menschen die Flucht. Es ist immer wieder beeindruckend, welche Anstrengungen Menschen auf sich nehmen, um fliehen zu können. Umso besser, dass die Geschichte des Tunnels im Internet gut dokumentiert ist.

Aber wohin? Etwa in den Ort Twentynine Palms? Ja, den gibt es wirklich (ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht selber nachgelesen hätte). Und passend zu diesem Ort und im Umfeld des Ortes spielend gibt es auch einen Film mit dem Titel „Twentynine Palms“ (ab 18), der noch bis Ende Februar bei Arte zu sehen ist….. (so ein Zufall). Ich bin noch unentschlossen, ob ich ihn mir ansehe. Ich habe mittlerweile so viele tolle Dinge gefunden, dass ich echt aufpassen muß, womit ich mich so beschäftige……

Die 29 ist aber auch spirituell ein wichtiger Ort. Es gibt in Indien eine Religionsgemeinschaft, die für sich 29 Prinzipien aufgestellt hat und sich nach dem Wort für 29 (Bishnoi) nennt. Eine vollständige Aufstellung dieser Prinzipien habe ich vor allem im französischsprachigen Internet gefunden, eine kurze Fassung (ohne Erläuterungen) in deutscher Sprache habe ich jedoch auch gefunden. Es gibt durchaus Punkte in den Prinzipien, die mich ansprechen – zum Beispiel auf die eigenen Worte zu achten (9), sich nicht an unsinnigen Diskussionen zu beteiligen (15), selber kochen (21) – wobei es für mich eher darum geht, möglichst keine „Fertiggerichte“ zu verwenden und Nachsicht, Mitgefühl und Verzicht auf negative Bewertung beim Umgang mit Menschen (10, 11 und 13). Ja, das ist manchmal schwierig – aber ich glaube, dass ein freundlicher Umgang miteinander gerade in der aktuellen Zeit sehr wichtig ist.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen ein schönen Abend mit gutem selbstgekochtem Essen in einer freundlichen und nachsichtigen Umgebung.

28

In drei von vier Jahren gibt es einen Monat, der „nur“ 28 Tage hat.

28 Steine hat ein Dominospiel – ich selber besitze auch ein solches Spiel, auch wenn es lange her ist, dass ich es gespielt habe. Ich fand immer die „Aufstellungen“ von Dominosteinen interessant, bei denen das „Antippen“ eines Steines dazu führt, dass alle Steine in einer langen Reihe umfallen.

Mit Steinen kann man aber auch Mauern bauen und Mauern sind nicht immer gut. Gerade in Deutschland ist das vielen Menschen immer noch bewußt. 28 Jahre stand die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland und ich fand den Grenzübertritt jedesmal bedrückend. Auch wenn ich in meinem Leben mehr Jahre ohne als mit der Mauer verbracht habe, so gehört sie zur Geschichte meines Lebens (und vor allem zum Leben meiner Familienangehörigen) doch dazu.

Viel dramatischer (und auch wichtiger) ist die Geschichte, die David Safier in seinem Buch „28 Tage lang“ erzählt. Ich habe das Buch noch nicht gelesen – es ist eines der Fundstücke meiner Recherchen. Gerade jetzt, wo immer weniger Zeitzeugen leben, finde ich es wichtig, dass wir solche Bücher lesen (Maus von Art Spiegelman möchte ich auch empfehlen – auch wenn das nichts mit der Zahl 28 zu tun hat!).

Zurück in die Gegenwart…. Ob man die deutsche Mauer vom All aus sehen konnte? Man konnte zumindest lange (ich weiß nicht, ob das immer noch so ist) aufgrund des unterschiedlichen Lichts vom All aus einen Unterschied zwischen Berlin-Ost und Berlin-West sehen. Was das mit der 28 zu tun hat? Das wunderschöne Buch „Urmel fliegt ins All“ von Max Kruse hat 28 Kapitel und ich habe mich gefragt, ob das Urmel (bei einem Flug vor 1989) die Mauer hätte sehen können. So kommt ein Gedanke zum anderen …..

Doch auch auf der Erde kann man „nett“ reisen. Chaucer erzählt in den Canterbury Tales eine nette Geschichte von 28 Wallfahrern, denen er (und der Wirt des Wirtshauses) sich anschließen, um eine Wallfahrt nach Canterbury zu machen und dort das Grab des heiligen Thomas Becket zu besuchen. Bedingung der gemeinsamen Reise ist, dass jeder Reisende unterwegs Geschichten erzählt (die in den Canterbury Tales natürlich festgehalten sind). Eine schöne Geschichte, oder?

Dass der Wirt bei den Canterbury Tales nicht ganz „uneigennützig“ handelt, passt wiederum gut zu dem Buch „Vergeude keine Krise! 28 rebellische Ideen für Führung, Selbstmanagement und die Zukunft der Arbeit“ von Anja Förster und Peter Kreuz. Ob der Wirt (über eine Art gedankliche Zeitreise) dieses Buch „gelesen“ hatte bevor er auf die Reise mit den Wallfahrern aufbrach?

Ich wünsche Euch und Ihnen einen Abend mit rebellischen Gedankenreisen und guten Geschichten.

27

Noch ist es relativ einfach. Ich muß nur auf das Datum schauen und weiß, welche Zahl gerade „dran“ ist. In wenigen Tagen wird sich das ändern….. Aber jetzt erst einmal zur 27.

Es gibt 27 Basisemotionen. Im verlinkten Beitrag sind sie alphabethisch aufgelistet. Es ist gut, dass sie „so“ sortiert sind, ein „Ranking“ wäre irritierend, da sie doch – abhängig von der jeweiligen konkreten Situation – durchaus gleichwertig auftauchen können. Mit den meisten der genannten Basisemotionen kann ich persönlich etwas verbinden. Es ist schon ein Unterschied, ob man eine Basisemotion bei anderen Menschen sehen oder wahrnehmen kann oder ob man sie aus eigenem Erleben kennt. Langeweile ist zum Beispiel etwas, das mir sehr fremd ist – mir fällt es, wenn ich das bei anderen Menschen lese oder wahrnehme oft schwer, darauf zu reagieren.

Bei Glück und Freude denke ich an den „kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry. Dieses schöne Buch besteht nämlich aus 27 Kapiteln und in diesen 27 Kapiteln stecken schöne Geschichten und natürlich auch schöne Sätze. Manche davon sind sehr bekannt geworden. Aber unabhängig von konkreten Textstellen geht es in diesem Buch um das freundliche und wohlwollende Interesse gegenüber anderen Wesen – eben nicht beschränkt auf andere Menschen, um Freundschaft, um Verbindung und um Verantwortung. Es sind schöne Geschichten, manche zu schön. Und doch möchte ich dieses Büchlein und die Erinnerung an die Lektüre nicht missen.

1943 hat Antoine de Saint-Exupéry diesen Text geschrieben, bereits 1944 ist er verstorben. Ebenfalls bereits verstorben – allerdings viel jünger – sind die Mitglieder des Club 27. Mitglieder dieses Clubs sind nämlich (eher unfreiwillig) die Musiker, Schauspieler und Künstler, die im Alter von 27 Jahren verstorben sind und das sind erstaunlicherweise ziemlich viele.

Lieber 27 Freunde? Es gibt jedenfalls einen Verlag mit dem Namen 27 Amigos, wer weiß welche Geschichte hinter dem Namen steckt…..

Oder eher 27 Kleider? Darum geht es nämlich in dem Film 27 Dresses.

Wenn man bedenkt, wieviele Dinge man heute für solche Feiern „auffährt“ – zum Beispiel an Essen und an Kleidung – dann macht einen ein Blick in die Geschichte doch wieder etwas demütig. Damals mußten Stoffe und auch Lebensmittel zum Teil über weite Strecken transportiert werden. Zusammenschlüsse wie die Hanse erlaubten einen relativ „problemlosen“ Fernhandel. Heute gibt es in Deutschland noch 27 Hansestädte – eine beachtliche Zahl, auch wenn es im Mittelalter natürlich viel mehr Städte waren. Spannend ist ja auch die Frage, ob man die Hanse als eine Art Vorläufer für die aktuell 27 Staaten der EU sehen kann. Ich finde diesen Gedanken schön.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend mit schönen Gedanken!

26

26 Buchstaben hat das Alphabet, das wir für die deutsche Sprache nutzen. Oder doch nicht? Man kann darüber streiten – aber die Grundlage bilden 21 Konsonanten und 5 Vokale (also 26).

Nicht umstritten ist die Frage, wieviele Kantone es in der Schweiz gibt. Es sind 26 und ich habe bisher nur einen kleinen Teil dieser Kantone besucht (mit jeweils schönen Erinnerungen an diese Besuche). Von einigen dieser Reisen habe ich auch Kochbücher mitgebracht – meine kleine Sammlung…..

Das ist wichtig, denn bei der Zahl 26 liegt natürlich der Gedanke an eine Springform von 26 cm Durchmesser und damit der Gedanke an frisch gebackenen Kuchen ziemlich nahe. Mittlerweile nutze ich zwar meist eine kleinere Backform, weil ich ganz alleine einfach keinen ganzen Kuchen schaffe, aber das ist für mich immer noch die „Normalgröße“.

Wieviel Muskeln man wohl braucht, um Kuchen zu essen? Wie auch immer – 26 Gesichtsmuskeln steuern die Mimik unseres Gesichts (wer mich jetzt sehen könnte, würde ein zartes Lächeln angesichts der Quark-Öl-Teig-Kleeblätter neben mir erkennen……). Das Faszinierende ist ja, das man sehr selten über die Zahl und die konkrete Lage und Tätigkeit der Muskeln nachdenkt, die in dieser doch recht großen Zahl so wichtig für unseren Ausdruck sind.

Von der Mimik zur gedanklichen Bewegung. 26 Steine hat der berühmte Zauberwürfel. Zu einer bestimmten Zeit in meiner Kindheit (Anfang der 80er Jahre) war die Beschäftigung mit dem Zauberwürfel schon fast „verpflichtend“. „Alle“ (ok, fast alle) hatten ihn. Aber es hat auch Spaß gemacht und war sicherlich auch sinnvoll. Ich weiß gar nicht, ob ich den Würfel überhaupt noch habe (es ist nicht ausgeschlossen …..).

Und während wir uns mit dem Zauberwürfel beschäftigten, fand in Südkorea ein tragisches Ereignis statt, das dem Film 26 years als Grundlage dient. Solche Funde sind gleichzeitig spannend aber auch irritierend. Ich stelle in solchen Momenten immer wieder fest, wie wenig ich eigentlich weiß.

Und damit komme ich zum letzten Punkt für heute – einer Art Challenge. Man soll 26 Fragen an sich selbst mit jeweils nur einem Wort beantworten. Nur ein Wort? Das würde ich mir tatsächlich schwerfallen.

So, damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend mit guten Beschäftigungen, die nur wenige Worte brauchen.

25

Die 25 ist eine Zahl der „großen“ Jubiläen – berufliche oder geschäftliche Jubiläen oder auch private wie die Silberhochzeit.

Weniger schön wäre es, 25 Jahre ins Gefängnis zu müssen. Von dieser Situation singt „The Catch“ im Lied 25 years. Lange her, dass ich dieses Lied gehört habe….. und natürlich auch eine lange Zeit, um die es da geht.

Was aber, wenn man nur 25 Stunden hat, bevor man eine Strafe antreten muß? Der Film „25 Stunden“ erzählt genau diese Geschichte. Kein Film, den ich mir unbedingt ansehen möchte – aber die Geschichte an sich finde ich interessant und zu dieser Zahl natürlich sehr passend.

Zunächst ohne eine konkrete inhaltliche Spur blieb meine Suche nach George Taboris „Die 25. Stunde“ – 1978 gab es ein Hörspiel mit diesem Namen, als Theaterstück wurde der Text 1992 wohl in Düsseldorf aufgeführt. Aber es paßte thematisch zu gut und ich gebe in solchen Dingen eher ungern auf….. In der Hörspieldatenbank der ARD fand ich konkretere Informationen, die mich wirklich neugierig machen. Und glücklicherweise vergisst das Internet ja ziemlich viel nicht so einfach ……

Wieviel Stunden Menschen wohl in den Hotelzimmern der „25hours Hotels“ verbringen? Ich finde den Namen ja etwas merkwürdig – aber merkwürdig kann natürlich auch positiv des Merkens würdig sein. Aufgefallen sind mir die Hotels vor meiner Suche allerdings nicht.

Bei Hotelzimmern denke ich an Reisen und bei Reisen an Bahnfahrten. Ich habe sie nicht, aber es gibt sie – die Bahncard 25 – sozusagen die Bahncard für den Einstieg, mit der man bei vielen Fahrten 25% Rabatt auf die normalen Fahrpreise erhalten kann. Ob es dieses Jahr wieder ein (besseres) Bahnreisejahr wird?

Schon wieder eine Frage? Ja, klar, denn die 25 ist auch bei Fragen beliebt. Da gibt es zunächst eine Sammlung von 25 interessanten Fragen, die man Menschen stellen kann, um interessante Gespräche zu führen. Es sind offene Fragen, über die man tatsächlich einen Augenblick nachdenken muß, bevor man antwortet und die alleine dadurch den Gesprächen schon eine andere Qualität geben können.
Fehlen darf hier natürlich nicht der Meister der Fragebögen – Max Frisch. Immer wieder stellt er 25 Fragen zu unterschiedlichen Themen, eine Leseprobe findet man hier und hier (Achtung, nach der ersten Frage kommen „andere“ Fragen).

So viele Fragen? Das Nachdenken fällt vielleicht mit ein bißchen guter Musik leichter. Daher schließe ich mit dem 1. Klavierkonzert in G-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy, das mit der Bezeichnung „op. 25“ den perfekten Abschluß für diese Zahl bildet.

Ich wünsche Euch und Ihnen einen klangvollen und gleichzeitig nachdenklichen Abend.

24

24 Stunden hat ein Tag – auch wenn man nicht alle davon bewußt und wach wahrnimmt.
Es dauert noch bis dahin, aber: 24 Tage lang begleitet uns der Adventskalender.

Aus 24 Buchstaben besteht das griechische Alphabet.

Auf einem Backgammon-Spielbrett befinden sich 24 Zungen oder Dreiecke – ein schönes und auch ziemlich altes Spiel (das ich allerdings nur selten gespielt habe, schade eigentlich).

Verführerisch, oder? Da kommen wir zu dem Buch „Die 24 Gesetze der Verführung“ von Robert Greene. Ich habe es mal irgendwo „gesehen“ und so fiel es mir schnell ein, als ich nach dieser Zahl suchte. Aber ich weiß nicht, ob ich es wirklich lesen wollen würde. Es ist schon eher irritierend – finde ich zumindest.

Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt. Und damit kommen wir zum goldigen Abschluß, denn 999er Gold wiegt 24 Karat. Goldig, nicht wahr?

Und damit wünsche ich Euch und Ihnen einen goldig glänzenden und wertvollen Abend.

23

Zur Zahl „23“ fiel mir erst einmal ziemlich wenig ein. Aber die Recherche förderte dann doch ein paar interessante „Vorkommnisse“ zu Tage.

Im Jahr 1900 hat der Mathematiker David Hilbert auf einem internationalen Kongress 23 Probleme der Mathematik vorgestellt – die sogenannten hilbertschen Probleme. Ich würde die Probleme vermutlich nicht einmal verstehen. Aber sie passen perfekt als Fundstück zur „23“.

Es gibt Romane und Bücher, die die 23 im Titel führen – allerdings habe ich keinen davon gelesen. Sogar ein Hörbuch habe ich mit diesem Titel gefunden.

Dadurch stieß ich immerhin darauf, dass die menschliche Keimzelle aus 23 Chromosomen besteht (und Chromosom 23 entscheidet sogar über das zukünftige Geschlecht). Nicht ganz unwichtig, oder?

Die 23 hat aber auch eine Filmrolle bekommen – nämlich 23 Schritte zum Abgrund. Ich habe den Film (hier der Trailer) noch nie gesehen. Vielleicht habe ich ja das Glück, das er irgendwann mal im Fernsehen gezeigt wird – er würde mich schon interessieren.

Aber für den heutigen Abschluß braucht es danach doch etwas Schönes und Tröstendes – nämlich Psalm 23. Den Text „er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser“ finde ich gerade an den grauen Tagen des Winters besonders schön.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen farbenfrohen Abend mit frischem Wasser.

22

Die 22 – 2 mal 11? Also doppelt närrisch?

Catch-22 war etwas, das mir ziemlich schnell einfiel – wobei „einfiel“ nur begrenzt stimmt. Es ist ein Begriff oder ein „geflügeltes Wort“, an das ich mich erinnere – ohne das damit zusammenhängende Buch jemals gelesen zu haben. Catch-22 steht jedenfalls für ein Dilemma, das unlösbar ist. Gut, wenn man nicht in eine solche ausweglose Situation gerät.

Wie passend, das ausgerechnet das Werk von Ernst Jünger, der sich freiwillig am ersten Kriegstag 1914 meldete und in den Weltkrieg zog, in insgesamt 22 Bänden vorliegt. Ob er wohl eine Catch-22-Situation erlebt hat?

Keine 22 Bände, aber doch 22 Erzählungen sind in dem Band „Mäusefest“ von Johannes Bobrowski enthalten (es steht hier noch weitestgehend ungelesen im Regal…..).

Von der Maus zum Elefanten – denn es dauert 22 Monate bis ein kleiner Elefant auf die Welt kommt. Eine lange Zeit. Spektakulär ist übrigens das Ultraschallvideo, auf dem man den kleinen Elefanten sehen kann.

Ist das etwa einfach nur ein gelungener Marketing-Coup der Elefanten? Wer weiß…. Jedenfalls gibt es 22 unumstößliche Gebote im Marketing. Wirklich unumstößlich?

Vielleicht sollte man auch erst bei sich selbst anfangen – wozu gibt es sonst 22 Fragen, um sich selbst besser kennenzulernen? Ich bin bei solchen Fragensammlungen ja schon immer etwas skeptisch. Aber es stimmt, das man sich mit vielen Beschäftigungen auch von der Beschäftigung mit sich selbst ablenkt. Die Fragen in dem verlinkten Beitrag sind ein guter Ansatz, um über sich selbst nachzudenken.

Und damit ist die 22 schon wieder „vorbei“. Ich wünsche Euch und Ihnen einen langen und auf gute Art und Weise nachdenklichen Abend.

21

Es gibt nicht nur Spiele mit 20 Fragen (dazu habe ich gestern etwas geschrieben), nein, es gibt auch Spiele mit 21 Fragen……

Auf der anderen Seite gibt es auch die 21 Regeln der Selbstdisziplin, die Miyamoto Musashi bereits 1645 – relativ kurz vor seinem Tod – aufgeschrieben hat. Es sind harte Regeln. Aber zumindest eine gewisse Härte sich selbst gegenüber kann manchmal gut sein.

Denn es gibt auch das 21-Tage-Prinzip. Wenn man etwas 21 Tage lang gemacht hat, dann entsteht (oft) eine neue Gewohnheit. Und um etwas 21 Tage zu machen, braucht es schon „etwas“ Selbstdisziplin – zumindest geht es mir so. Andererseits hat man sich in 21 Tagen auch damit beschäftigt, wann und wie man etwas am besten macht. Diese Beiträge schreibe ich zum Beispiel seit 21 Tagen fast immer am Abend, meine Funde sammle ich jedoch immer zwischendurch beim Lesen oder wenn ich ein paar Minuten Zeit habe und mir etwas einfällt. Ist es jetzt schon eine Gewohnheit?

Bei meinen Recherchen habe ich auch viele interessante Bücher gefunden. Dazu gehört auch das 2018 erschienene Buch „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ von Yuval Noah Harari. Die 21 Bereiche finde ich auch sehr wichtig – sie haben auch schon in den letzten Jahren aus meiner Sicht eine große Rolle gespielt. Die Kombination dieser Themen in einem Buch ist natürlich besonders spannend. Mal schauen, ob/wann ich dazu komme, dieses Buch zu lesen……

Anders und ganz besonders ist dieser Buchfund – Eine Geschichte der Kunst in 21 Katzen. Der Blick in das Buch (auf der verlinkten Seite) war faszinierend.

Dass es auch ein Buch mit „21 goldenen Regeln für Bestellungen beim Universum gibt, ist dann auch nicht mehr erstaunlich…., oder?

Ich wünsche Euch und Ihnen einen schönen und kulturreichen Abend mit guten Gesprächen und beim Universum angekommenen guten Bestellungen.