299

Die 299.
Ein Füllhorn an Funden. Fast fällt es mir schwer, eine Auswahl zu treffen. Aber das ist – nach ein paar eher spärlichen Funden – sehr erfreulich!

Manches bei dieser Zahl hat mit dem „Beginnen“ zu tun. Das ist erstaunlich, denn die Zahl steht am Ende der 200er, die letzte Zahl vor der 300. Kann mit der 299 etwas beginnen?

299 vor Christus begann jedenfalls der Bau des Leuchtturms von Alexandria, den wir aus den selben Weltwundern kennen. Ein Erdbeben im Jahr 1323 hat große Schäden angerichtet, aber auch vorher waren Elemente entfernt werden (zum Teil auch wegen Erdbebenschäden). Trotzdem sind circa 1600 Jahre für einen Leuchtturm eine ziemlich lange Zeit. Ein guter Anfang also im Jahr 299 vor Christus.

Ein Puzzle, das aus 299 Hunden und einer Katze besteht? Man kann es nur lösen, wenn man anfängt. Und witzigerweise gibt es auch ein Puzzle mit 299 Katzen und einem Hund….
Ich habe Puzzles immer gerne gemocht – schon als Kind hatte ich einen Platz auf dem Teppich, wo ich mein Puzzle in Ruhe und unbehelligt vom Staubsauger legen konnte. Anfangs natürlich mit wenigen Teilen, später durchaus auch 1500 Teile. Ein schöner Zeitvertreib, auch weil man wirklich sieht, wie das Bild aus den Einzelteilen entsteht.
Auch für Rätsel ist das Anfangen wichtig. Das heißt nicht, dass man immer alle Rätsel lösen kann, aber Übung macht den Meister oder die Meisterin. Dies gilt bestimmt auch für die 299 Zahlen-Ort-Puzzle, die in diesem Buch enthalten sind. Netterweise gibt es auch 299 Sudokus…… (die löse ich gerne, oft online, aber nicht immer wirklich erfolgreich…..).
Dazu paßt übrigens auch das Buch I am sleepless – SIM 299, wo es darum geht die Simulation 299 zu erreichen…..

Es ist toll, wenn man Fremdsprachen sprechen kann. Aber auch hier gilt – man muß anfangen. Und dann weitermachen. Immer weiter. Aber es lohnt sich. Natürlich gibt es Bücher, die einen dabei unterstützen können – zum Beispiel die 299 Tipps und Tricks, um Englisch zu lernen.

Was für Sprachen gilt, gilt natürlich auch für das Erlernen von Musikinstrumenten. Generationen von Klavierschülerinnen und -schülern kennen bestimmt Czernys Schule der Geläufigkeit, Opus 299.

Und das Schreiben erst? Nicht umsonst geben viele Bücher viele Hinweise, zum Beispiel 299 Dinge, die man sich als Autorin oder Autor nie sagen sollte, aber auch 299 Ratschläge, wie man seine Kreativität aufweckt und besser schreibt.

Manchmal hilft es, wenn man – statt vor einem leeren Blatt oder einem leeren Bildschirm zu sitzen – einen längere Spaziergang oder eine Wanderung macht. Das hat gleichzeitig den Charme, das man zufällig wunderbare Dinge finden kann – schöne Orte, wunderbare Wege, tolle Gebäude. 299 dieser Schönheiten findet man sogar in einem Buch – man muß sich nur (mit dem Buch) auf den Weg machen!

Unterwegs kann natürlich viel passieren – sowohl auf Reisen als auch bei kürzeren „Abwesenheiten“. Da ist es gut, dass es ein Buch gibt, in dem die Bedeutung eines Haargummis und 299 andere Kniffe und Lifehacks zum Reisen enthalten sind. Wunderbarerweise steht am Anfang des Buches ein (wohl norwegisches) Sprichwort „Nur wer umherschweift, findet neue Wege.“ Das paßt gut, oder?

Ob Reisen, Ausflüge und Wanderungen auch zu den 299 Inspirationen für ein besseres Leben gehören? Zumindest die beiden letzteren gehören für mich auf jeden Fall zu einem guten Leben dazu.

Aber ich mag auch gute Fragen – weil sie neue Gedanken und Herangehensweisen ermöglichen. Dazu paßt das Buch Was Wale singen und wie Sterne klingen mit 299 verrückten Fragen (und Antworten) sehr gut. Und ja, die Fragen finde ich wichtiger als die Antworten (wobei – was Wale singen……).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit guten Anfängen und wunderbaren Fragen.

298

Die 298.
Eine Zahl, die ich als „sperrig“ empfunden habe. Es war schwierig, etwas zu finden. Glücklicherweise nicht völlig unmöglich. Aber doch schwierig.

Als erstes möchte ich in der Zeit weit zurück gehen. Sehr weit. In das Perm. Der Beginn des Perm liegt nämlich etwa 298,5 Millionen Jahre zurück. Eine wirklich unvorstellbar lange Zeit. Doch auch eine Zeit, die unser „heute“ geprägt hat und deshalb wichtig ist. Daher ein guter und interessanter Fund für diese Zahl!

Nicht ganz so alt (wie auch….), aber doch schon deutlich historisch ist die Lambertikirche in Münster. Zwischen 1375 und 1525 wurde sie gebaut. Seit 1379 gibt es hier das Amt des Türmers (beziehungsweise – so wie im Moment – der Türmerin). 298 Stufen muß man hoch steigen, um zu dem Arbeitsplatz des Türmers beziehungsweise der Türmerin zu gelangen. Schon eine luftige Höhe und den Brauch, zwischen 21 Uhr und 24 Uhr alle 30 Minuten in ein langes Horn zu blasen, finde ich schon auch sehr spannend.

Etwas jünger ist der Wasserturm in Lüneburg, er wurde erst 1905 gebaut. Aber auch hier führen 298 Stufen nach oben. Bestimmt ein toller Ausblick!

In Köln habe ich studiert – daher habe ich dort ziemlich viel Zeit verbracht. Auch heute bin ich immer noch gerne in Köln – im Moment profitiere ich noch von der verlängerten Abo-Aktion meines Verkehrsverbundes – ein Kölnbesuch sollte da zeitlich noch „drin“ sein. Dafür wäre das Buch mit den 298 Antworten auf die letzten Rätsel der Stadt Köln sicherlich eine tolle „Vorbereitung“ – schließlich gibt es immer noch neue Ecken zu entdecken.

Und zu guter letzt noch ein Buch, das sich mit Theater beschäftigt – 298 Autoren stellen im Harenberg Schauspielführer 780 Werke vor – das klingt nach einem tollen Werk, vor allem, wenn man gerne ins Theater geht (reden wir besser nicht darüber……).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen geistreichen und vergnügten Abend.

297

Die 297.
Eine merkwürdige Zahl. Zum Teil sogar „kriminell“. Ja, wirklich.

Bis zu 297 Menschen könnte der Hausarzt Harold Shipman auf seinem Gewissen haben. Er wurde wegen Mordes an 15 Patienten verurteilt und brachte sich im Gefängnis um. Vor allem Frauen über 75 Jahren waren seine Opfer. Ob es wirklich 297 waren, kann man natürlich nicht mehr herausfinden.

297 Tage – so heißt ein Ostfrieslandkrimi. Jemand erfährt, dass er wohl nur noch 297 Tage zu leben hat, kurz danach wird sein Hausarzt ermordet. Und dann?

Was ist eigentlich kriminelles Verhalten? Band 297 der beliebten französischen Reihe „Que sais je“ beschäftigt sich mit diesem Thema. Sehr passend, oder?

Vielleicht nicht kriminell, aber zumindest merkwürdig, ist die These des erfundenen Mittelalters. Wurden die Jahre zwischen 614 und 911 (genau 297 Jahre) einfach eingefügt? Ich finde den Gedanken spannend, aber bisher kann ich mir das nicht vorstellen. Ich erinnere mich aber, dass ich das Thema vor einigen Jahren relativ häufig „gesehen“ habe.

Blicken wir in die italienische Literatur der aktuellen Zeit – viele spannende (und wohl auch blutige) Geschichten von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren stecken im Buch „Opera 297“ – bestimmt eine spannende Auswahl.

Mit Italien schließe ich diesen Beitrag auch ab – der „Winter“ aus Vivaldis Vier Jahreszeiten, RV 297, gibt diesem Beitrag einen friedlichen und versöhnlichen Ausklang.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen sorgen-, gewalt- und angstfreien Abend.

296

Die 296.
Eine Zahl der positiven Rekorde und der traurigen Kürze.

296 Tage. Mehr Zeit bleibt der 15jährigen Stefanie nicht nach ihrer Krebsdiagnose. Sie schreibt ihre Erfahrungen und Gefühle auf, ein besonderes Tagebuch dieser Zeit – daraus ist ein Buch entstanden.

Zu wenig Zeit für ein ganzes Leben ist traurig. Ansonsten ist die 296 aber eine Zahl der Superlative. Es gibt eine Liste der 296 besten Business Schools. Ich vermute allerdings, dass sich die Bewertung immer mal wieder ändert.

Dann gibt es die schnellste radfahrende Frau – Denise Mueller-Korenek. 296,010 km/h erreichte sie an einem Salzsee in der Nähe von Salt Lake City, kein Mensch war bisher schneller – allerdings wurde sie mit einem Schleppseil bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h gezogen. Trotzdem: es klingt schon sehr sehr schnell. Mir ist der Gedanke von Schnelligkeit in einem gewissen Ausmaß eher fremd – ich genieße es durchaus, die Landschaft zu betrachten. Das ist bei der Geschwindigkeit nun gar nicht mehr möglich.

Auch mit einer gewissen Ausdauer kann man natürlich Rekorde aufstellen. Ob die 296 Kilometer durch Niedersachsen mit einem E-Scooter tatsächlich ein Rekord waren, kann ich nicht beurteilen. Aber den Gedanken finde ich interessant.

Ob Mozart in seinem Leben irgendwelche Rekorde gebrochen hat? Vermutlich. Aber hier geht es nur um seine Violinsonate KV 296, die heute gut paßt!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen besonders schönen und positiven Abend.

295

Die 295.
Oder: nur noch 70.
Es fühlt sich komisch an, das nur noch so wenige Tage im Jahr übrig sind. Es ist doch erst ein paar Tage her, das ich dieses Projekt begonnen habe.

Die 295 hat noch einmal etwas mit Rechtsgeschichte zu tun – der Codex Hermogenianus entstand in diesem Jahr. Den Codex selbst gibt es nicht mehr, aber er wurde in anderen Quellen überliefert. Es soll sich wiederum eine größere private Sammlung rechtlicher Texte gehandelt haben.

Von römischem Recht zu Wanderungen und Fahrradtouren auf römischen Spuren. Die Hauptroute der Römer-Lippe-Route ist 295 Kilometer lang. Unterwegs kann man viele spannende Orte entdecken – nicht nur im Hinblick auf römische Geschichte. Ich hoffe ja auf ein „49-Euro-Ticket“ (oder so), damit ich auch im nächsten Jahr problemlos solche Ausflüge machen kann.

In Bayern gibt es mit 295 Kilometern Länge die Seenrunde. Eine Radreise, die man in 7 Tagen durchführen kann. Ich bin ja lieber zu Fuß (oder mit der Bahn) unterwegs, daher nichts für mich, trotzdem natürlich gut zu meiner heutigen Zahl passend.

Eher zufällig habe ich dann noch die Briefmarke mit der Bezeichnung Mi 295 entdeckt – es ist spannend, wo überall Zahlen auftauchen und mit welchen Themen man sich so beschäftigen kann.

Und von Johann Strauss Sohn gibt es auch noch einen Walzer mit dem Namen Bürgersinn – wobei ich keinen Hinweis darauf gefunden habe, warum der Walzer so heißt. Er ist natürlich Op. 295.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schwungvollen Abend.

294

Die 294.
Bescheiden und wenig spektakulär. Also als Zahl an sich.

Es gibt einen Wanderweg mit der Nummer 294 – genauer SL-TF 294 Los Brezos – auf der schönen Insel Teneriffa. Ich war insgesamt zweimal dort und bin dort auch gewandert, allerdings nicht in diesem Teil der Insel. Schön zu wissen, dass es auch dort schöne Wanderwege gibt.

Insgesamt 294 Kilometer lang ist der Lahnwanderweg. Zwischen Limburg und Diez bin ich auch schon einmal an der Lahn entlang gewandert – es ist aber lange her (vor vielen Jahren zu Ostern). Es war schön dort und vielleicht schaffe ich es ja irgendwann, einen anderen Teil der Strecke entlang zu wandern.

Mit Länge ist auch mein nächster Punkt verbunden – sowohl die Queen Victoria als auch die Queen Elizabeth (beides große Kreuzfahrtschiffe) sind 294 Meter lang. Das ist schon imposant, auch wenn ich mir eigentlich keine solche Kreuzfahrt für mich vorstellen kann.

Ziemlich lang sind auch die beiden Musikstücke mit denen ich diesen Beitrag abschließen möchte – das Orgelkonzert von Händel HWV 294 und etwas später entstanden und etwas länger „Les Rêves de Jacob“ von Darius Milhaud op. 294.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen genußvollen Abend mit guter Zweisamkeit.

293

Die 293.

Es gibt Rittersteine. Das sind numerierte Orientierungs- oder Gedenksteine, die sich (fast alle) im Pfälzerwald befinden und nach Karl Albrecht von Ritter als „Rittersteine“ bezeichnet werden. Der Ritterstein 293 weist auf eine urgeschichtliche Wohnhöhle hin, die leider nicht mehr besucht beziehungsweise besichtigt werden kann. Aber dadurch habe ich immerhin von der Existenz der Rittersteine erfahren.

Im Jahr 293 ernannten Diokletian und Maximian zwei Menschen zu „Caesaren“ – Constantius I. und Galerius. Dies ist der formelle Beginn der Römischen Tetrarchie, also der Herrschaft von vier Regenten. Interessanterweise gab es – zusätzlich zur Stadt Rom – auch vier „Hauptstädte“ – darunter das heutige Mailand (Mediolanum) und das heutige Trier.

Im Jahr 293 beginnt auch ein Buch über Römische Geschichte – es geht um die Kriege, die Rom geführt hat – das waren schon einige….

Etwas neuer sind die 293 Burgen und Schlösser im Raum Oldenburg und Ostfriesland, die in diesem Buch vorkommen. Interessanterweise hätte ich in der Region gar nicht so viele Burgen und Schlösser vermutet. Man merkt, dass ich dort nur sehr selten war.

Vermutlich verbinde ich Burgen und Schlösser gedanklich stärker mit hügeligen Landschaften….. – ein Fehler, wie ich vor kurzem schon bei Burg Hülshoff feststellen durfte. Dazu paßt dann wiederum dass die höchste Erhebung Litauens (netterweise wird hier nicht von „Berg“ gesprochen) mit 293,842 Metern (also fast 294 Metern) der Aukštojas ist. In der litauischen Mythologie ist das der Name für den Schöpfer der Welt. Passend, oder?

Dafür wachsen in Deutschland Fernsehtürme…. Der Nürnberger Fernsehturm ist nämlich durch die Anbringung einer neuen Antennenspitze von 291 Metern auf 293 Meter gewachsen.

Und wo wir gerade bei technischen Dingen sind, möchte ich den Bagger 293 nicht unterschlagen. Der im Hambacher Braunkohlentagebau eingesetzte Bagger hält gleich zwei Rekorde – er ist das größte und schwerste Landfahrzeug.

Soviel Schwere muß ich etwas Leichtes entgegensetzen – Vivaldis Herbst aus den „Vier Jahreszeiten“, natürlich RV 293.

Damit wünsche ich Euch einen leichten und behaglichen Abend.

292

Die 292.
Eine andere Suchmaschine, andere Ergebnisse (ich sollte öfter wechseln…..).

Im Jahr 292 vor Christus wird eine über 30 Meter hohe Bronzestatue des Sonnen- und auch Stadtgottes Helios in Rhodos aufgestellt – der Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder der Antike. Leider stürzte sie nach schon einigen Jahrzehnten während eines Erdbebens ein. Über die Statue an sich weiß man – leider – wenig.

In einem gewissen Sinne „spiegelbildlich“ stellten die Maya im Jahr 292 in Tikal die erste Stele auf – zumindest ist dies die älteste bisher gefundene datierte Stele. Es ist die Stele für König Balam Ajaw („verzierter Jaguar“) und damit das älteste belegte Maya-Datum.

Fast gleichzeitig (und das ist wirklich faszinierend, wenn man Geschichte nicht nur auf einen Ort oder eine Region bezogen betrachtet – übrigens etwas, das ich vor einigen Jahren im Gebäude der Cranach-Stiftung in Lutherstadt Wittenberg gesehen habe und das mich sehr begeistert hat) entstand in Rom im Jahr 292 der Codex Gregorianus (nach manchen Quellen vielleicht auch schon 291), die erste (in einigen Quellen als „privat“ bezeichnete) schriftliche Sammlung von rechtlichen Texten (wohl weitestgehend Einzelentscheidungen). Über ihren Schöpfer und auch über ihren Inhalt weiß man heute wenig, trotzdem ist diese Sammlung ein wichtiger Meilenstein in der Rechtsgeschichte.

292 Tage Belagerung? Das passierte 1864 während des amerikanischen Bürgerkrieges dem Ort Petersburg. Die Belagerung dauerte vom 15. Juni 1864 bis zum 3. April 1865.

Auf Krieg und Belagerung kann man sich nicht vorbereiten, nicht wirklich. Worauf man sich aber vorbereiten kann: auf Workshops. Da paßt es gut, das ich eine Seite mit 292 Workshop-Aktivitäten gefunden habe. Ich muß mal schauen, ob da etwas für mich dabei ist.

In Brasilien gab es übrigens eine Rockband mit dem Namen F292. Ein Stück beziehungsweise Video von ihnen habe ich auch gefunden.

Und dann noch ein eher „merkwürdiger“ (also des Merkens und darüber Nachdenkens würdiger) Fund: jemand postet einmal pro Woche einen im Prinzip leeren Beitrag in seinem Blog, um Menschen über die Kommentarfunktion das Gespräch zu ermöglichen. Ich habe zufällig den Beitrag 292 gefunden und deswegen paßt dieser wirklich spannende Fund genau hierhin. Ich muß mir die Beiträge und Gespräche irgendwann mal in Ruhe anschauen….

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen friedlichen Abend mit guten Gesprächsmöglichkeiten.

291

Die 291.
Im Moment muß ich wieder etwas länger suchen bis ich etwas Passendes finde. Das ist nicht schlimm, aber manchmal etwas zeitaufwändig. Und manchmal etwas nervig. Aber immerhin habe ich bisher zu jeder Zahl etwas gefunden.

Jede Zeit hat ihre besonderen kulturellen Formen. So auch die römische Zeit. Lobreden beziehungsweise prunkvolle Reden, sogenannte Panegyriken waren zur Zeit der römischen Kaiser durchaus beliebt. Mamertin hat im Jahr 291 – wohl anläßlich des Geburtstag von Kaiser Maximian – eine solche prunkvolle Rede erschaffen. Was er über ihn gesagt oder geschrieben hat? Ich weiß es nicht, gut ist aber, dass es diese Texte noch gibt. In diesem Buch müßte man mehr dazu finden.

291 unglaubliche Geschichten vom Meer? Nein, kein Seemannsgarn und auch keine Sagen oder Novellen, die irgendwie am Meer spielen oder mit dem Meer zu tun haben. Es scheint eher um tatsächliche Bewohner und unbekannte Tatsachen über diese Bewohner zu gehen, Rochen und Haie zum Beispiel.

Unglaublich fand ich auch erst einmal die Tabelle über Tragezeiten von „Brahmans“. Es sind 291 Tage – soweit so gut. Aber was sind Brahmans? Eine Rindersorte, deren Tragezeit tatsächlich etwas länger als bei anderen Rindern ist. Die durchschnittliche Tragezeit bei Rindern ist wohl 280 Tage. Nicht, dass ich das unbedingt wissen wollte – aber witzig, dass es zu meiner heutigen Zahl paßt…..

Wer sich nicht mit Rindern beschäftigen möchte, interessiert sich vielleicht für einen postapokalyptischen Thriller – Meilenstein 291 heißt das Buch, bei dem es wohl auch um das Überleben der Menschheit geht.

Ich möchte heute nicht so dunklen Gedanken nachhängen – daher ergänze hier noch ein Konzert von Vivaldi (RV 291) – schöne Klänge können manchmal unschöne Gedanken vertreiben.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, der es verdient, gelobt und gepriesen zu werden.

290

Die 290.

Eine Zahl, zu der ich wenig gefunden habe.
Manches ist auch einfach unklar. Zum Beispiel: Starb Menander im Jahr 291 vor Christus oder erst 290 vor Christus? Ich habe beide Zahlen gefunden – vielleicht sollte ich ihn auch einfach zweimal erwähnen. Menander war ein griechischer Komödiendichter, von manchen wird er auch als einer der Väter der europäischen Komödie bezeichnet. Er soll über 100 Komödien geschrieben haben. Lange kannte man nur die Titel von 95 Stücken, Fragmente und Nachdichtungen. Doch in der Zeit zwischen 1905 und 1907 sowie im Jahr 1958/1959 fand man mehrere Papyri, in denen 18 seiner Werke fast vollständig enthalten waren – so zum Beispiel das Werk Das Schiedsgericht. Wieder viel spannender Lesestoff!

Eigentlich fanden die Pythischen Spiele alle vier Jahre in Delphi statt. Eigentlich. Inhalt der Pythischen Spiele waren vor allem musische Wettbewerbe – zum Beispiel Flötenspiel, Schauspiel und Malwettbewerbe. Ausgerechnet im Jahr 290 vor Christus ging das nicht – die Spiele konnten nicht in Delphi stattfinden. Es war eine unruhige Zeit und die Aitoler, in deren Gebiet Delphi lag, lehnten die Ausrichtung ab. Demetrios I, der ein Grund für die Unruhe war, wollte sein Gesicht wahren und verlegte die Spiele einfach nach Athen. Vier Jahre später war die Zeit von Demetrios I vorbei und die Spiele fanden wieder in Delphi statt.

290 Moose und Flechten? Ich habe nie darüber nachgedacht, wieviele unterschiedliche Arten von Moosen und Flechten es gibt. In diesem Buch werden 290 davon vorgestellt – bestimmt eine gute Einführung in diesen Bereich.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen weichen und gleichzeitig willensstarken Abend.