63

Die 63.

Freitag, der 22.11.1963 in Dallas. Die letzte Fahrt von John F. Kennedy.
Stephen King hat daraus ein Buch gemacht, das Buch 11/22/63. Was, wenn man die Zeit zurückdrehen und die Ermordung verhindern könnte?

Rund um die Ermordung von Kennedy gab es immer ziemlich viele Verschwörungstheorien. Dazu paßt wiederum gut das Buch „63 Dokumente..“ von Jesse Ventura – eine Aufstellung und Vorstellung von 63 Dokumenten, die wir Bürger aus Sicht der Regierung nicht lesen sollen. Es geht hier vor allem um die USA. Ob da wohl etwas zu Kennedy drin steht?

Eine ganz andere Aufstellung enthält diese Liste – 63 Schritte, um die schlimmsten Momente Deines Lebens zu überleben. Eigentlich mag ich solche Listen nicht. Aber in dieser Liste sind ein paar Punkte und vor allem ein paar Formulierungen, die mich durchaus ansprechen. Jedesmal wenn ich gerade an einem Punkte dachte „nein“, kam ein überraschender nächster Punkt, der mir den Wind der Kritik aus den Segeln nahm. Wahrscheinlich sollte ich mir die Liste irgendwann mal in Ruhe anschauen.

Hat die 63 denn gar nichts Schönes? Doch, glücklicherweise schon.
Den Trollstigen in Norwegen zum Beispiel, der Teil der Provinzstraße 63 ist. Die Bilder sehen sehr schön aus!
Und das Département 63 in Frankreich, nämlich die Region „Puy-De-Dome“ mit der Stadt Clermont-Ferrand, in der ich während meines Studiums einige sehr schöne Monate verbracht habe. Ja, für mich ist das eine sehr schöne Erinnerung.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit schönen Gedanken und Erinnerungen.

62

Die 62 ist bescheiden. Zumindest habe ich wenig gefunden, was ich konkret mit der 62 in Verbindung bringen könnte. Erstaunlicherweise habe ich aber einige Bücher gefunden, die die 62 im Titel tragen.

62 Tage Pause. Das ist der Titel eines Buches, das im Juni 2020 erschienen ist. Es geht um die Corona-Zeit. Die 62 paßt, ob das Buch inhaltlich für mich paßt, weiß ich nicht. Wohl eher nicht.

Lieber 62 Tage unter den Yankees? Das paßt natürlich zur 62, es ist auch irgendwie skurril genug, um mich zu interessieren. Aber es ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt für ein solches Buch.

Vielleicht dann eher …nur 62 Tage. Ich kann zwar kein einziges der Ereignisse in dem Roman nachvollziehen, aber es klingt nicht unspannend. Oder zumindest nach guter Ablenkung. Was im Moment sicherlich nicht der schlechteste Aspekt des Lesens ist.

Die für mich interessanteste 62 ist ehrlich gesagt die Hafenfähre in Hamburg, die die Nummer 62 trägt. Ich bin noch nie damit gefahren. Und so unwahrscheinlich wie es im Moment ist, dass ich noch einmal privat nach Hamburg komme, ist die Wahrscheinlich damit zu fahren auch ziemlich gering. Aber wer weiß …..

Wie auch immer – ich wünsche Euch und Ihnen einen Abend mit schönen Gedanken!

61

Die 61 ist ein bißchen die Zahl der Dinge, die erst einmal nicht gut sind, dann aber – ganz am Ende – gut ausgehen.

61 Tage war die Stadt Wien im Jahr 1683 belagert. Sicherlich keine leichte Zeit. Aber am 12. September endete diese Belagerung mit einer Schlacht – für die osmanische Armee war das natürlich kein guter Tag, für die Stadt Wien war das ein guter Tag.

Das Jahr ’61 ist auch das Jahr das Mauerbaus. Bis 1989 stand die Mauer und viele Menschen haben gelitten, einige haben beim Fluchtversuch ihr Leben verloren. Mit dem Wegfall der Mauer war sicherlich (noch) nicht alles gut. Aber es kann gut werden.

Christoph 61 war der erste neue Rettungshubschrauber in den neuen Bundesländern. Lebensrettende Maßnahmen sind bestimmt nicht einfach. Aber die Tatsache, dass eine schnelle Rettung möglich ist (und bestimmt in vielen Fällen auch erfolgreich) ist eben auch ein Zeichen der Hoffnung – ein Zeichen, dass es gut werden kann.

Dazu paßt gut der Psalm 61. Wenn – wie im Psalm – mein Herz in Angst ist, dann brauche ich Zuversicht, einen starken Turm vor meinen Feinden. Der Psalm, das Gebet oder das Zwiegespräch mit sich selbst erscheinen in diesem Moment als Ort der seelischen Zuflucht.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit seelischer Ruhe und Zuversicht.

60

Die 60. Eine Frage der Zeit.
60 Sekunden in einer Minute.
60 Minuten in einer Stunde.

Ein Experiment über 60 Tage (nein, nicht meine Beitragsreihe, obwohl auch das irgendwie stimmt). 60 Tage liegen, um den Flug zum Mars – der 60 Tage dauern würde – mit seinen Wirkungen auf den Körper zu erforschen. Jemand aus Hessen hat das tatsächlich gemacht. Für die Forschung sicherlich ein Gewinn. Und für ihn selbst?

Das glatte Gegenteil von 60 Tagen Liegen? 60 Homeruns in einer Saison – das hat Babe Ruth im Jahr 1927 geschafft. Ich kenne den Namen Babe Ruth aus amerikanischen Romanen (ich müßte jetzt aber nachschauen, welcher/welche es waren). Er war jedenfalls für viele Menschen ein großes sportliches Vorbild.

Zurück zum Thema Zeit – mit der 40-60-Regel. Denn wenn man nur 60% der verfügbaren Zeit eines Tages verplant, kann man unvorhergesehene Dinge (gilt Weltgeschehen in diesem Sinne als „unvorhergesehen“?) in den „freien“ 40% der Zeit unterbringen.

Geplante Zeit? Zeitlich geplant sind jedenfalls die Bespielungen (es steht tatsächlich so im Text!) des Erfurter Carillons, das aus 60 Glocken besteht. Ich war bisher nur zweimal kurz in Erfurt – jeweils auf der Hin- oder Rückreise von Jena. Daher habe ich das Erfurter Carillon noch nicht gehört. Vielleicht erlebe ich das ja irgendwann einmal…..

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen gleichzeitig ruhigen und klangvollen Abend mit gut verbrachter Zeit.

59

Die 59 erscheint mir ein bißchen düster. Zumindest, wenn ich mir anschaue, was ich zu ihr gefunden habe. Bestimmt gibt es irgendwo auch wunderschöne Fundstücke zur 59. Aber ich habe sie nicht gefunden (oder halt noch nicht).

Was wirft die 59 in den Ring?
Nero und Agrippina. Nur einer von beiden überlebt das Jahr 59.
Eschede. Die Erinnerung an die Zeit 10:59 Uhr.
New York. Der Einsturz des Südturms um 9:59 Uhr.

Vielleicht passen diese düsteren Aspekte „gut“ in die aktuelle Zeit.

Aber wenigsten etwas „neutrales“ gibt es doch. Eine Zeit lang habe ich gelegentlich (einmal pro Jahr) eine Tagung in Jena besucht. Jena ist – zumindest, was die Innenstadt betrifft – nicht sehr groß. Ein Gebäude ist von weitem zu sehen und es hat den Namen Bau 59. Ich bin oft an dem Gebäude vorbei gelaufen – auf dem Weg aus der Innenstadt zur Uni, wo die Tagung immer stattfand.

Braucht jemand Anti-Ärger-Tipps? Ich gebe zu, Ärger ist im Moment bei mir eher selten. Aber man weiß ja nicht, was kommt – und dass es ein Buch mit 59 Tipps, Techniken und Strategien gegen Ärger gibt, ist gut zu wissen.

Wenigstens ein fröhlicher Ausblick? Ja, denn es gibt (oder vielmehr gab) die Kunstgalerie 59 Rivoli – das Gebäude war einfach wunderbar gestaltet!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, der der Hoffnung auf eine gute Zukunft Raum läßt.

58

Was heute Tagesthema ist, ist auch eng mit der 58 verbunden. Ein Grenzdisput und eine Schlacht. Im Jahr 58 nach Christus stritten sich laut Tacitus die Hermunduren und die Chatten um einen Fluß. Dieser Fluß war doppelt bedeutsam – einmal aus religiöser Sicht und zum anderen weil aus ihm Salz gewonnen werden konnte. Die Schlacht wird daher auch als „Salzschlacht“ bezeichnet. Leider weiß man nicht, um welchen Fluß es ging.

Ob die gegeneinander Kämpfenden Angst hatten? Ich finde diese Frage interessant, weil ich heute auf Twitter viel zum Thema Angst (aufgrund der aktuellen Situation) gelesen habe. Auch die 58 hat mit dem Thema Angst zu tun. Es gibt nämlich das Buch 58 Minuten Angst von Walter Wager, in englischer Sprache kurz 58 Minutes. Der Film „Die hard 2“ basiert auf diesem Buch. Nicht mein Genre und schon gar nicht jetzt. Aber passend für diese Zahl.

Anders dramatisch ist die Geschichte der Katharina Blum, die Böll im Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ erzählt. In 58 Kapiteln folgen wir der Geschichte. Ich habe das Buch in der Schule gelesen, irgendwann in der Mittelstufe. Und ja, ich sollte es irgendwann mal wieder lesen. Ich glaube es ist zeitlos – vor allem, wenn es um den Umgang von (zumindest einigen) Medien mit Menschen geht.

Was verbindet den blauen Turm in Bad Wimpfen und den schiefen Turm von Pisa? Richtig, die 58! (Es war jetzt auch nicht allzu schwer, oder?)
Der Blaue Turm in Bad Wimpfen ist 58 Meter hoch.
Beim schiefen Turm von Pisa lässt sich die Höhe – vor allem aufgrund der Neigung – nicht ganz so einfach benennen. Schließlich hat er einen Hoch- und Tiefpunkt. Zusätzlich ist das Fundament zwei Meter eingesunken. Daher würde die Höhe wohl „normalerweise“ (aber was ist bei diesem Turm schon normal) 58,36 Meter betragen.

In Pisa bin ich tatsächlich schon einmal herumgelaufen (Studienfahrt in der Jahrgangsstufe 12 nach Florenz mit Ausflug nach Pisa). Es war interessant, auf einer der unteren Säulengalerien entlang zu laufen. Mal ging es gefühlt nach unten, dann wieder nach oben. Weiter oben habe ich das aber nicht mehr ausprobiert, auch wenn das Erlebnis und die Aussicht bestimmt spektakulär gewesen wären.
Bad Wimpfen und den Blauen Turm würde ich sicher gerne mal sehen (auch wenn man den Turm im Moment nicht besichtigen kann). Man kann von dort aus bestimmt schöne Ausflüge und Wanderungen unternehmen.

Damit komme ich zum letzten Punkt der 58. Es gibt in Deutschland nämlich 58 regionale Wandervereine. Ich selbst bin in keinem solchen Verein, aber es ist schön, dass es diese Vielfalt gibt. Ich bevorzuge es, längere Spaziergänge oder „Wanderungen“ (nach einer Definition wird Wandern als „Gehen in der Landschaft“ beschrieben) alleine und meist recht spontan zu unternehmen. Heute hat es allerdings nur für einen kurzen Spaziergang gereicht. Aber genug, um auf andere Gedanken zu kommen und abzuschalten.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen ruhigen und friedlichen Abend.

57

Mit der 57 verbinde ich eher wenig.

Ja, Stockholm. Dort gibt es 57 Brücken, von denen ich aber nur einen kleinen Teil selbst „erlebt“ habe. Trotzdem erinnere ich mich gerne an die paar Tage, die ich vor fast 20 Jahren mit meiner Mutter in Stockholm verbracht habe.

Es war die Zeit, zu der wir auch gelegentlich einen Ausflug nach Bonn oder Köln gemacht haben. Dazu paßt die nächste 57, der ET57, ein Schnellzug der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen, der für Nostalgiefahrten wieder hergerichtet werden soll. Solche Ideen mag ich.

Gar nicht schön, aber wichtig, ist die Geschichte von Bus 57 – einer wahren Geschichte, die Dashka Slater in einem Jugendbuch festgehalten hat. Interessant finde ich, dass die im Buch erzählte Geschichte mittlerweile auch den Weg ins Theater gefunden hat.

Überleben trotz schwerer Verbrennungen (wie in Bus 57)? Das ist auf keinen Fall einfach. Um einen solchen Weg zu gehen braucht man Menschen – allen voran Ärztinnen und Ärzte – denen man vertrauen kann und bei denen man sich aufgehoben fühlt. Was ist aber die Grundlage für dieses Vertrauen? An dieser Stelle finde ich den Eid des Assaf interessant, der in 57 Punkten einen antiken medizinethischen Verhaltenskodex für jüdische Ärzte aufstellt. Ich hatte vor meiner Suche nach der „57“ noch nie von diesem Eid gehört. Es sind interessante Sätze enthalten, auch wenn sie meinen Vorstellungen von einer an der Würde des Menschen orientierten Medizin nicht entsprechen. Das liegt aber vor allem an ihrem Alter. Bewegt hat mich der erste Teil von Ziffer 51…..

Daher wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, an dem die Seele (trotz aller aktuellen Nachrichten) ihre Ruhe findet.

56

Zur 56 habe ich eine besondere persönliche Beziehung. Im Dezember ’56 ist meine Mutter (mit nur 17 Jahren) aus Ostdeutschland in den Westen geflohen, also erst einmal nach Berlin. Sie hatte nur einen kleinen Pappkoffer dabei, den ich sogar noch irgendwo habe. Nur ihre Mutter wusste, was sie vorhatte.

Nach einer kurzen Zeit in Duisburg hat sie in Wuppertal, das damals die Postleitzahl 56 hatte, ihre Heimat gefunden.

Von Berlin hat sie 1956 wenig mitbekommen. Zu groß war ihre Angst, dass man sie zurück nach Ostdeutschland entführen könnte (vor allem, da sie noch minderjährig war). Sie hat daher das Heim in Marienfelde, in dem sie untergebracht war, nicht verlassen. Vor ein paar Jahren habe ich das Heim, das mittlerweile eine Gedenkstätte ist, besichtigt. In der Ausstellung gab es sogar einen Pappkoffer, der dem meiner Mutter ziemlich ähnlich sah. Es war jedenfalls schön, als ich vor knapp 20 Jahren mit ihr in Berlin war und ihr solche Orte wie die Friedrichstraße und den Kudamm zeigen konnte. Interessanterweise weiß ich nicht, ob sie den Film Kudamm 56 geschaut hat. Möglich ist das.

56cm Spurweite hat die Bahn im Salzbergwerk Berchtesgaden. Vor über 40 Jahren durfte ich – während eines Urlaubs in Bad Reichenhall – mit dieser Bahn in den Berg fahren. Irgendwo habe ich davon auch noch ein Foto und eine Schachtel mit unterschiedlichen Salzen, die ich dort als Andenken gekauft habe.

Und auch der letzte Aspekt der 56 ist persönlich. 56 Pfeifen hat ein Orgelregister, bei viereinhalb Oktaven. Tatsächlich habe ich ein oder zwei Jahre nach dem Urlaub in Bad Reichenhall angefangen, Kirchenorgel zu spielen. Einige Orgeln und natürlich noch mehr Register sind mir in den Jahren meiner „aktiven“ Zeit begegnet. Daher zum Abschluss dieses Tages dieses Stück, das ich vor vielen Jahren auch einmal gespielt habe (natürlich nicht so gut).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend mit schönen Erinnerungen.

55

55qm will Lumpikow haben, denn schließlich ist er ein Mitglied der Wohnungsbaugenossenschaft und kann damit verlangen, dass ihm in der Wohnung Nr. 5 diese 55qm zur Verfügung gestellt werden. Ja, dieses Recht mag er haben, aber dann wird ihn der Besitzer der Wohnung Nr. 5 auch nicht mehr durchfüttern. Ein schlechter Deal, oder? Jedenfalls besteht Lumpikow, der aus dem Hund Lumpi „geschaffene“ Mensch, dessen Geschichte Bulgakow so phantastisch festgehalten hat, nicht mehr auf den 55 qm. Wie sollte er sich auch versorgen?

Sicherlich mehr als 55qm findet man im Gebäude, das unter der Adresse 55, Faubourg de Saint-Honoré zu finden ist. Dort befindet sich nämlich der Elysée-Palast, in dem der französische Staatspräsident seinen Sitz hat. Eine illustre Adresse!

Von diesem sehr sichtbaren Ort begegen wir uns zu unsichtbaren Städten. Ja, wirklich. Denn Italo Calvino hat in seinem (wohl in Paris entstandenen) Buch „Die unsichtbaren Städte“ 55 kurze Texte über Städte und „Orte“ geschrieben. Ein paar davon habe ich gelesen, leider noch nicht alle.

Aber manchmal will die 55 auch hoch hinaus. So etwa in Berlin. Der Grunewaldturm ist 55 Meter hoch. Gar nicht so schlecht, oder?

Ja, wenn da nicht noch Nils Holgersson wäre, der in 55 Kapiteln auf dem Rücken einer Wildgans durch und vor allem über ganz Schweden reist. Vor ein paar Jahren habe ich das Buch gelesen. Einerseits enthält es sehr viele schöne Stellen, andererseits fehlte mir für viele Stellen die „Ortskenntnis“ – das Lesen war dann etwas „mühsam“. Ich war dann froh als Nils wieder zuhause ankam und ich am Ende des Buches….

Wobei ich mir die Orte schon gerne (zumindest zum Teil) anschauen würde. Aber im Moment begnüge ich mich mit einer musikalischen Reise nach Skandinavien, genauer nach Norwegen. Denn der zweite Teil der Orchestersuite Peer Gynt von Edvard Grieg ist das Opus 55. Ein schöner (wenn auch etwas melancholischer) musikalischer Ausklang dieses Tages.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen und gut ausklingenden Abend.

54

Tür auf für die 54. Oder vielleicht doch nicht? Denn nicht immer wenn eine Tür aufgeht, ereignet sich etwas Gutes. 54 Minuten ist ein Roman (wohl auch für Jugendliche), der einen Amoklauf an einer Highschool einer fiktiven amerikanischen Kleinstadt schildert. Was passiert in diesen 54 Minuten?

Gut, wenn dann wenigstens schnell die erforderlichen Einsatzkräfte vor Ort sind, um zu helfen. Ob auch die beiden Streifenpolizisten aus Wagen 54, bitte melden dabei sind? Klaumauk ist ja nicht so mein Genre (zarte Untertreibung!), aber zur 54 paßt das schon.

Die 54 hat auch eine politisch bedeutsame Seite. 54 Parteien konnten wohl an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen. Ich bin etwas hin- und hergerissen. Einerseits freue ich mich über die Vielfalt und die große Auswahl, andererseits habe ich nur einen kleinen Teil dieser 54 Parteien überhaupt wahrgenommen (und damit meine ich noch nicht einmal, dass ich mich irgendwie mit ihren Inhalten oder Programmen beschäftigt habe). 54 ist in diesem Zusammenhang schon eine ziemlich große Zahl.

Dagegen ist die 54 relativ klein, wenn es um die Lok für die sächsische Schmalspurbahn geht. Ein schönes Projekt, da ich historische Bahnen, Lokomotiven und natürlich auch Bahnstrecken sehr mag – auch wenn ich bisher nur sehr selten die Gelegenheit hatte, so etwas „live“ zu erleben. 1881 fuhr eine dieser Loks zum ersten Mal.

Zu der Zeit lag an der Berliner Wilhelmstraße das „deutsche Machtzentrum“. Dort, wo sich heute die die Wilhelmstraße 54 befindet (damals noch die Nummer 64), befand sich erst die Villa des Bankiers Gerson Bleichröder (der mir in einem Buch, das ich gerade lese „begegnet“ ist), ab 1898/1899 entstand hier ein Gebäude, in dem das sogenannte Geheime Zivilkabinett seinen Sitz hatte. Nach einer insgesamt sehr wechselvollen Geschichte (die in der verlinkten Broschüre ausführlich dargestellt wird), ist dort heute das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft untergebracht. Bestimmt ein interessanter Dienstsitz und aus meiner Sicht eine gute Nutzung eines historischen Gebäudes.

Wie passend, dass es einen Rum namens „Pott 54“ gibt, den man vor allem gut für das Ansetzen eines Rumtopfes verwenden kann…..

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen geschmackvollen Abend!